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Freitag ist Musiktag
(Ausgabe 2014/35)
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Liebe Musikfreunde,

und schwupp ist der August vorbei, bevor der Sommer richtig angefangen hat. Das bedeutet aber auch, dass der September schon quasi da ist und damit tolle Neuheiten (z.B. Kooks, Robert Plant), wunderbare Livekonzerte in der Region sind (, ) und wir hier bei Bongartz - Musik in allen Formaten zwei mehr als hinreissende Plattenladenkonzerte für euch vorbereitet haben. Nochmal für alle, die es noch nicht im Kalender stehen haben: Am Donnerstag, 18.9.2014 wird um 14:00 Uhr unser Gast im Laden sein, bevor sie abends ab 20:00 Uhr das E-Werk auf den Kopf stellt - Die Stadt gehört wieder ihr.
Und am Samstag, 27.9.2014 auch um 14:00 Uhr besucht uns in der Hauptstraße und auch wenn euch dieser Name noch nix sagt, verpasst es nicht, noch schöner kann man einen goldenen Oktober gar nicht einläuten.
Nun wünschen wir euch viel Spaß auf dem Poetenfest und natürlich beim Lesen unserer Empfehlungen

beste Grüße, wir freuen uns auf euren Besuch

Peter Bongartz mit Todde Jarks & Peter "Point" Gruner
Benjamin Booker "Benjamin Booker"
Angry Young Man: Rauer, bluesiger Punkrock aus New Orleans
Benjamin Booker ist ein 25-jähriger Afroamerikaner aus New Orleans. Wer nun reflexhaft an Blues, Jazz oder New-Orleans-Funk denkt, liegt ziemlich weit daneben: Booker nennt zwar unter anderem den Ur-Blueser Blind Willie Johnson als Einfluss, aber eben auch The Gun Club oder T. Rex. Seine Musik überrollt einen aber mit der ungestümen Energie des Punk: Hämmernde Gitarrenakkorde, treibende, scheppernde Uptempo-Drums und eine gewaltige, raue, aufgekratzte Stimme, die hörbar als Ventil für eine reichlich wütende Seele dient. Die leider nicht abgedruckten Texte lassen sich inmitten dieses lustvollen Lärms nur schwer verfolgen, aber Titel wie "Violent Shiver”, "Have You Seen My Son?”, "Spoon Out My Eyeballs” oder "I Thought I Heard You Screaming” lassen vermuten, dass Benjamin nicht vom Sonntagspicknick mit der Liebsten singt. Hinter der aggressiven Energie seiner Songs bleibt indes immer ein talentierter Songschreiber sichtbar, der die Verwandtschaft von Rhythm & Blues und Punkrock auf den Punkt bringt, wie derzeit kein Zweiter. Roh, direkt, zukunftsträchtig.
Benjamin Booker
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Great Bertholinis "Brothers & Devils"
The Return of the Butterhörnchen - Regionale Backkunst mit großer Reichweite
Brothers & Devils
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Mittlerweile haben The Great Bertholinis aus unserer nachbarschaftlichen Metropole Nürnberg ihr viertes Album auf dem Markt, und es ist vielleicht ihre reifste Studioleistung. Bislang überzeugte die vielköpfige Band vor allem live, selbst wenn der Vorgänger zu "Brothers & Devils” schon mehr als ausgesprochen respektabel war: Ihre musikalische Blütenpracht entfaltet sich erst jetzt so richtig. Auf dem neuen Werk geht es weniger zu wie auf dem Rummelplatz, es besticht durch tolle Songs mit herrlich ausgefeilten Arrangements. Das immer wieder reichlich vorhandene Gebläse wirkt dabei wie die Butter auf dem Croissant. Und die Lieder umarmen sich (und dich) wie das hiesige, traditionelle Frühstücksbackwerk es auf dem Cover so herrlich tut. The Great Bertholinis sind aber weit davon entfernt regional zu klingen (was auch immer das heißt) - ihr Sound ist eigen, vollmundig und überregional tauglich, was ihre bejubelten Konzerte in Hamburg, Hannover oder Kiel beweisen. Ihre Musik in Genres zu beschreiben fällt dabei allerdings schwer. Sicher haben die Jungs und Mädels auch mal die 17 Hippies gehört, wobei sie weniger folky wirken. Ein wenig Polka, Walzer und Balkanromantik meint man auch heraus zu hören und dennoch bleibt es irgendwie IndiePop der ungewöhnlichen und deswegen auch positiv hervor stechenden Art. Mit "Brothers & Devils” (und Butterhörnchen) sollten The Great Bertholinis einer noch größeren Hörerschaft bekannt werden - verdient hätten sie es allemal!
Tina Dico "Whispers"
Die Dänin berührt mit entschlackten, intensiven Folk-Pop-Songs
Weniger ist mehr: Um die Wahrheit dieser Binsenweisheit realisieren zu können, muss man zuvor erstmal so richtig dick aufgetragen haben. Das hat die Dänin Tina Dico auf ihren vorherigen Alben zur Genüge: Nachdem sie zuletzt ein Album mit Kammerorchester und ein anderes mit opulenten, teils synthetischen Klangflächen veröffentlicht hat, kehrt sie nun zur Kernkompetenz des gediegenen Singer-Songwritertums zurück. Stimme und Gitarre - und nur wenig atmosphärische Soundmalerei drumherum. Wie klug dieser erneute Richtungswechsel war, beweist sogleich das eröffnende "The Woman Downstairs”: Mit ruhiger erhabener Autorität singt Dico von Hingabe und Aufopferung für eine Frau, bei der nicht klar ist, ob es sich um eine reale Person oder um ihr eigenes Unterbewusstsein handelt. Lediglich ihre akustische Gitarre und eine geisterhafte Orgel genügen um diesen wahrhaft großen Song zu einer emotionalen Tour de Force zu machen. Keinen Deut schwächer ist das über ein simples Blues-Riff gebaute "As Far As Love Goes” oder der dunkle Lagerfeuer-Folk von "Someone You Love”. Inmitten der offenen, entschlackten Arrangements erblüht Dicos Stimme zu voller Pracht: Ein warmes, geschmeidiges Organ, welches selbst in den leichteren, weniger aufwühlenden Songs immer bestimmt, lebensweise und selbstsicher, gleichzeitig aber auch weich und verletzlich klingt. Auch ohne das Gesamtwerk der in ihrer Heimat längst als Star gefeierten Sängerin zu kennen: "Whispers” dürfte mit ziemlicher Sicherheit ein Highlight ihrer bisherigen Karriere markieren.
Whispers
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Hyde & Beast "Keep Moving"
Akustisches Gras: Das englische Duo spaziert leichten Mutes durch die Schlaghosen-Ära
Keep Moving
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Kennen Sie noch die italienische Zeichentrickserie "Herr Rossi”? Der chronische Pechvogel flüchtete sich mit Hilfe einer magischen Trillerpfeife regelmäßig in andere Epochen, um dort das Glück zu finden (was natürlich genauso regelmäßig scheiterte). Unsere Trillerpfeife ist unser CD-Player: Kaum legen wir einen Silberling ein, schon werden wir in Zeiten befördert, in denen wir pickelige Pubertierende, kleine Hosenscheißer oder noch gar nicht geboren waren! Mal sehen, wo uns Hyde & Beast hinbeamen: Ah, die Siebziger Jahre! Menschen in übertrieben weiten Schlaghosen, sehr kurzen Röcken oder Hemdkrägen, deren Breite nur noch von den Backenbärten ihrer Träger übertroffen wird, tanzen lässig zum Boogie-Rock von T Rex. John Lennon sitzt an seinem weißen Flügel und bittet uns, unser Herz zu öffnen, während wir mit den Eagles in einen kalifornischen Sonnenuntergang fliegen... Doch Schluss damit, stoppen wir die Assoziationsmaschine! Hyde & Beast sind Dave Hyde von den Futureheads und Neil Bassett von den Golden Virgins (falls die jemand kennen sollte). Ihr Sound atmet auf Album Nummer zwei eben jenen lässigen Hedonismus, der nicht grundlos den Punk auf den Plan rief, welcher die Dekade rückblickend aber gerade so reizvoll macht. "Keep Moving” ist ein bunter, sonniger Traum, der Erinnerungen heraufbeschwört wie ein rotstichiges Kindheitsfoto, deswegen aber nicht beim Zitieren stehen bleibt: Süffige Melodien, warm verzerrte Gitarren, raffiniert gesetzte, soulige Chöre, satte Bläser, entspannt schluffige Grooves und immer wieder tolle Songs wie der treibende Psychedelic-Boogie des Titelstücks, das lennoneske "Blown Away” oder der herrlich schläfrige Hippie-Blues "Like I’m Grass”. Genau: Diese Scheibe klingt nicht nur wie Gras. Sie ist Gras.
Rhonda "Raw Love"
Die Hamburger debütieren mit überzeugendem Soul-Pop
Stellen wir Rhonda zu "Black Rhythm” oder "Pop/Rock/Indie”? Was Euch pupsegal sein kann, stellt uns täglich vor schwere Entscheidungen. Wir haben uns in diesem Fall für letzteres entschieden: Rhonda aus Hamburg sind zwar hörbar von der aktuellen Neo-Soul-Bewegung beeinflusst und erinnern mehr als einmal an Amy Whinehouse oder Duffy, doch mit ihrem an der Klangästhetik der Sechziger Jahre angelehnten Stil verrennen sie sich glücklicherweise nicht in der Retrofalle. Denn neben Motown-Soul und Sixties-Girl-Group-Pop lassen sie auch Reggae oder Achtziger-Power-Pop ala B52s in ihren musikalischen Kosmos ein. Drums, Bass, Gitarre, Orgel und eine kleine, punktuell eingesetzte Gastbläsersektion reichen für einen kompakten, druckvollen, rhythmisch sehr variantenreichen Unterbau, über dem Sängerin Milo Milone ihr kraftvoll beseeltes Organ entfaltet. Und dafür, dass sie genauso charmante wie tanzbare Ohrwürmer schreiben können, liefert die Single "Camera” den schönsten Beweis.
Raw Love
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Bongartz. Musik in allen Formaten
Hauptstr. 56
91054 Erlangen
Tel: 09131 9080520



USt. ID: DE 261717343

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