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Freitag ist Musiktag
(Ausgabe 2015/17)
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Liebe Musikfreunde,

ich könnte diese Woche das gleiche schreiben wie letzten Freitag: Was für eine Woche! Wir hatten einen entspannten und tollen Record Store Day (ja, das passt zusammen und das liegt natürlich hauptsächlich an unseren fantastischen Kunden ;-) und am Mittwoch wieder ganz und gar schöne Livemusik mit Rah Rah im Laden. Vielen Dank an alle, die da waren und natürlich vielen herzlichen Dank an die Herren und Damen aus Kanada. Bilder vom Plattenladenkonzert findet ihr .

Mit Kanada machen wir gleich weiter, denn wir möchten euch gerne ein schönes Konzert in einem besonderen Rahmen ans Herz legen: am Montag, 4.Mai 2015 spielen Groenland aus Kanada im Theater Kuckucksheim in Heppstädt. Ein Insidertipp an einem besonderen Ort, das ist doch was wir alle wollen :-) Karten könnt ihr virtuell reservieren, hingehen solltet ihr ganz in echt.

Und dann schaut ja auch unser nächstes Plattenladenkonzert schon um die Ecke: Am Freitag, 8. Mai 2015 haben wir um 17:00 zu Gast, die uns live bei Bongartz wunderschönen Neo-Folk präsentieren und abends im E-Werk eines der Highlights beim sind, save the date!

Wer es bis dahin nicht aushält, dem präsentiert Bongartz - Musik in allen Formaten zusammen mit Bayern 2 am kommenden Mittwoch (29.5.2015) die dritte Ausgabe von , diesmal mit Wolfang Buck, BBou und Senore Matze Rossi, Beginn ist 20:00 Uhr - natürlich im E-Werk in der Erlanger Altstadt!

Jetzt aber zu unseren dieswöchigen Musikempfehlungen
beste Grüße und ein musikalisches Wochenende
Peter Bongartz mit Todde Jarks & Peter "Point" Gruner
Eels "Royal Albert Hall"
Tolle Live-Werkschau von einem der größten Songschreiber der Gegenwart
Mit Eels-Alben ist es in etwa so wie mit der U-Bahn: Hast du die eine verpasst, ist auch schon die nächste da. Und wenn Mark Oliver Everett aka E gerade mal kein neues Studio-Album am Start hat, dann überbrückt er mit einem Live-Set. Kann uns nur recht sein, denn E liefert viel und gut - egal ob Studio oder live. Der Mitschnitt des 2014er Konzerts in der Londoner Royal Albert Hall ist wahrlich eine satte Packung: Auf zwei randvollen CDs und einem mit 12 Kameras gefilmten Mitschnitt auf DVD bekommt man eine grandiose Werkschau, exzellent in Sound und Optik, die den wunderlichen Amerikaner nicht nur als - eh klar - herausragenden Songwriter, sondern auch als humorvollen, charismatischen Performer ausweist. Von den eröffnenden ruhigeren Performances, darunter neuere Songs wie "Where I’m at” oder "The Morning”, aber auch eine hinreißende Version des Disney-Film-Songs "When you wish upon a star”, bis zur überschwenglich rockenden Version des Eels-Klassikers "I like birds” oder dem zu Tränen rührenden "I like the way this is going” nimmt uns der schräge Vogel und seine hinreißend beseelt aufspielende Band mit auf eine Reise durch ein Gesamtwerk, welches seinen Schöpfer als einen der ganz großen zeitgenössischen Songschreiber ausweist: Song von dunkler Schönheit, von lyrischer Abgründigkeit, aber auch voller Wärme, Humor und Empathie.
Royal Albert Hall
CD, LP 
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Indra Rios-Moore "Heartland"
Jenseits der Ambitionen: Exquisiter Vokal-Jazz aus Dänisch-Amerika
Heartland
CD 
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Gutes Label, guter Produzent: Schon die Namen "Impulse” und "Larry Klein” stimmen bereits vor dem ersten Hören von Indra Rios-Moores drittem Album optimistisch. Das ruhmreiche, kürzlich wiederbelebte Jazzlabel hat uns in letzter Zeit schon einige hörenswerte neue Scheiben beschert, während Klein nach seiner Produzententätigkeit für Melody Gardot, Madeleine Peyroux, Tracy Chapman, Joni Mitchell und andere quasi der Fachmann für erstklassige Frauenstimmen ist. Mit der New Yorker Sängerin beweist er gute wieder mal ein exzellentes Näschen: Indras vitales, variationsreiches Sangesorgan entfaltet sich auf "Heartland” in einem klassischem Jazz-Setting: Drums, Kontrabass, Gitarre, Saxophon - die dänisch-amerikanische Band (Indra wohnt mit ihrem dänischen Gatten in Dänemark) groovt zurückhaltend, punktgenau und inspiriert, die Soli sind genauso eine Freude wie die lässige, äußerst authentische Performance der Chefin. Die hat sich in bester Jazztradition einige Traditionals ("Little Black Train” als cooler Soul-Jazz), sowie einer Handvoll Popsongs angenommen, die sie ganz geschmeidig in den Jazz überführt. So klingen Pink Floyds "Money” oder David Bowies "Heroes” meilenweit von den Originalen entfernt und doch vollkommen schlüssig. Und mit ihren berührenden Versionen der Duke-Ellington-Klassiker "Azure” und "Solitude” verneigt sie sich respektvoll, aber ganz selbstbewusst vor einem der Gottväter ihrer Zunft. "I heard music and a voice that were not trying to be faster or better”, schreibt Klein über den Moment als er Indras Demos das erste mal hörte. Und genau diese post-ambitionierte Selbstsicherheit und diese sich selbst genügende Musikalität macht der Reiz dieses schönen Albums aus.
Waxahatchee "Ivy Tripp"
What a trip: Waxahatchee schaukeln sich eigenständig in die Höhe
Katie Crutchfield kommt eigentlich aus Alabama, das sich auch für ihren Band-Namen Waxahatchee verantwortlich zeichnet. Nein, das hat nichts mit "Abahatschi” zu tun und es handelt sich auch nicht um indigene Schamanengesänge! Dennoch geistert durch Waxahatchees drittes Album ein durchaus tranciges Element. Alleine der sich sphärisch durchziehende Klangteppich des Eröffnungsliedes "Breathless” hat etwas Hypnotisches und könnte so auch das Abschiedslied sein. Auf "Ivy Tripp” wird es zum Magneten, der sofort an das Album bindet. Außerdem schleudern das wuchtige "Under A Rock” und das nicht minder grungige "Poison” im Anschluss sofort schmutzige Gitarren und ein schepperndes Schlagzeug auf die Hörerschaft, so dass an dösige Schläfrigkeit nicht zu denken ist. Kaum länger als je zwei Minuten, schaffen diese Songs einen punkigen Unterton, der sich aber glücklicherweise nicht in Lärm manifestiert, sondern eher in einer sympathisch rotzigen Einfachheit. Aber auch hier ruht sich die Band nicht aus, sondern dreht eine halbe Runde um die Lieblichkeitsschraube und taktet sich wieder in akustischere Gefilde. Auch hier wird die Weile nicht lang und es regieren danach wieder tiefer hängende Gitarren. So wippen Waxahatchee auf "Ivy Tripp” zwischen Indie-Rock und zarteren Kompositionen wobei Katies Stimme und Songwriting beide Seiten zusammen hält und für einen letzlich friedvollen Ausgleich sorgt. Wir können Euch dieses kleine, feine Album jedenfalls wärmstens empfehlen.
Ivy Tripp
CD, LP 
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Bristol "Bristol"
"... but I didn’t inhale!” - Nouvelle Vagues Marc Collin auf Dub-Trip-Hop-Wegen
Bristol
CD 
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Es würde schon fast an Majestätsbeleidigung grenzen, wäre es nicht Marc Collin (Nouvelle Vague), der die ganz großen des Mittneunziger Bristol-Sounds im neuen Pop-Gewand erklingen lassen würde. Zum Glück ist er es! Somit müssen wir keine "der-darf-das-nicht-Tiraden” los lassen, sondern können Euch ein erquickliches Album im (endlich mal wieder) typischen Nouvelle Vague Sound ans Herz legen. So eindeutig die Herkunft der Lieder, so eindeutig der Projekt-Name ... schlicht: "Bristol”! Reichlich charmant und so locker wie behend, transportiert Marc Collin Tracks wie "Safe From Harm” (Massive Attack), "Moog Island” (Morcheeba) oder "Paperbag” (Goldfrapp) in einen Psych-Pop-60s Sound mit französischem Flaire. Was in diesem Zusammenhang Björks "All Is Full Of Love” als finaler Track bedeutet, ist noch nicht abschließend geklärt, aber selbst die Tatsache, dass jene Dame nun wirklich nicht aus England kommt, lässt diesen großen Song nicht aus der Reihe tanzen, sondern vielmehr den Kreis schließen. Fast nebenbei tritt Marc Collin mit seiner Auswahl auch den huldigenden Beweis an, dass das Songwriting der Ur-Protagonisten in den 90ern mit Zeitlosigkeit gesegnet ist. Wer also mal den latent düsteren Elektro-Originalsound gegen eine Version mit lasziver Anmut tauschen möchte - also quasi Fish & Chips gegen Rotwein - der wird mit "Bristol” glücklich. Und darum gehts ja auch ...
Villagers "Darling Arithmetic "
Conor O’Brian übt sich erfolgreich in der Kunst der Reduktion
Eigentlich hatte Conor O’Brian eine sehr viel elektronischere Ausrichtung für sein neues, drittes Album angekündigt. Stattdessen nun: Warme, sparsam arrangierte Songs in vornehmlich balladeskem Tempo, intim, leise und anrührend. Was diesen Richtungswechsel bei dem auch von uns schon hochgelobten irischen Songwriter ausgelöst hat, wissen wir nicht, fest steht, dass man sich die Songs von "Darling Arithmetic” gar nicht anders vorstellen möchte. Akustische Gitarre und Klavier dominieren in diesen sanft federnden Liedern, deren großes Thema die Liebe in all ihren Facetten ist - und denen bei aller Lieblichkeit und melodischer Raffinesse immer etwas abgründiges innewohnt. Was neben der frapierenden Ähnlichkeit der Stimmen eine weitere Parallele zu Paul Simon ist, dem sich O’Brian mit diesem semiakustischen Werk noch einen Schritt angenähert hat. Von einer Band kann man bei Villagers übrigens nicht mehr sprechen: Aufgenommen wurde "Darling Arithmetic” von O’Brian im Alleingang daheim in seinem Haus.
Darling Arithmetic
CD, LP 
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Bongartz. Musik in allen Formaten
Hauptstr. 56
91054 Erlangen
Tel: 09131 9080520



USt. ID: DE 261717343

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