Start Freitag ist Musiktag Freitag ist Musiktag abonnieren Empfehlungen suchen Veranstaltungen News Links Wir über uns
Freitag ist Musiktag
(Ausgabe 2015/26)
ältere Ausgabe anzeigen:
Liebe Musikfreunde, liebe Musikfreundinnen

heute dürfen wir euch wirklich eine ganz besondere Veranstaltung präsentieren: Am Freitag, 24.7.2015 präsentieren Die Suicides ihr neues Album "Sterben verboten - Audioaufschnitt 79/15" live bei uns im Laden. Aber sie werden Texte lesen und geführt von EN Kulturchef Stefan Mössler-Rademacher in einer Art literarischem Punkquartett Rede und Antwort stehen. Natürlich werden wir uns auch bisschen Musik anhören und ansonsten jede Menge Spaß haben mit den Helden des Erlanger Punk. Save the date!
Bis dahin passiert aber natürlich noch einiges, z.B. präsentieren wir euch am kommenden Freitag (3.7.2015) in der Katharinenruine, Nürnberg die 17 Hippies. Irgendwo zwischen Balkan, Jazz, Pop, Rock und Spaß liefert die vielköpfige Band aus xxx gerade live jede Menge musikalischen Spaß, hingehen lohnt also unbedingt. Und wegen xxx: Unter allen, die uns bis Sonntag abend eine e-Mail schicken, in der steht aus welcher Stadt die 17 Hippies kommen verlosen wir 2 Tickets, so dass die glücklichen Gewinner für ein tolles Konzert nicht mal was bezahlen müssen. Wir geben den Gewinnern am Montag bescheid und dann könnt ihr die Karten bei uns im Laden abholen, viel Glück.
Und nun zu unseren leckeren Musikempfehlungen diese Woche,

beste Grüße und ein musikalisches Wochenende
Peter Bongartz mit Todde Jarks & Peter "Point" Gruner
Leon Bridges "Coming Home"
Vermutlich das beste Soul-Album des Jahres
Retro-Soul-Alben gibt es derzeit mehr als genug. Was unterscheidet die Spreu vom Weizen? Der 25-jährige Texaner Leon Bridges ist hierfür ein gutes Beispiel: Während die meisten seiner Kollegen und Kolleginnen den typischen Sound, die Produktionsmethoden und den Songwriting-Stil der Stax-, Atlantic- und Motown-Ära lediglich um seiner selbst Willen reproduzieren, so geht es bei Bridges ganz offensichtlich nicht um die Verpackung, sondern um den Inhalt. Was bei den ersten Tönen noch daherkommt wie eine weitere Sam-Cooke-Jackie-Wilson-Otis-Redding-Gedächtnisplatte, entpuppt sich schnell als das Manifest eines jungen Künstlers, der den Sound der Prä-Beatles-Ära ganz offensichtlich als ideales Ausdrucksmittel für sein kreatives Talent entdeckt hat (Während viele einen auf Retro machen um von ihrer eigenen Ideenlosigkeit abzulenken). Vom dringlichen Rhythm&Soul des Titelsongs über das hypnotisch swingende "Brown Skin Girl” zum beherzt rockenden "Flowers” und dem traumhaft gospelnden "River” zum Schluss - hier ist ein großer Songwriter und phänomenaler Sänger am Werk, der sein Herz sprichwörtlich auf der Zunge trägt und fähig ist, die Seele seiner Zuhörer ohne Umwege zu erreichen. Nebenbei: Tolle Band, schöne Background-Chöre, warme, erdige, sehr "anaolog” klingende Produktion. Hier stimmt einfach alles.
Coming Home
CD, LP 
  Reservierung / Versand  
  Video / Songbeispiel  
Soak "Before We Forgot How To Dream"
Das Album, um seine Träume nicht zu vergessen
Before We Forgot How To Dream
CD, LP 
  Reservierung / Versand  
  Video / Songbeispiel  
Es gibt Menschen, die haben eine 1a ausgebildete Stimme, können damit perfekt umgehen und trotzdem kommt nichts rüber ... ganz anders Soak aus Nordirland. Sie trifft nicht immer jeden Ton und ist dennoch weit davon entfernt, unangenehm schief zu klingen. Sie hat diese Schwingungen in ihrem Gesang, die etwas loslösen können, die markant heraus stechen und sich ziemlich schnell einen Weg ins Herz der Hörer_innen bahnen. Zumeist, und das trifft auch hier zu, besingen solche Stimmen eher melancholische Themen, wirken entrückt und verträumt. Aber gerne folgt man der gerade mal 18-jährigen Bridie Monds-Watson alias Soak bei ihren Tagträumen, Ängsten oder liebevoll beschriebenen Szenen. Sie vermag die vielleicht noch jugendlichen Gedanken in recht erwachsene Songs zu transportieren und selbst die Tatsache, dass sie einen einigermaßen nuscheligen, (nord-)irischen Akzent intoniert, baut keine Wand aus Unverständnis auf. Die eher minimalistische Begleitung aus ein wenig Percussion, Strings, sphärischen Synthies und Soaks Gitarre machen "Before We Forgot How To Dream” dann auch zu einem beachtlichen Gesamtwerk, dass der jungen Frau viel Lob und Euch (und uns ;o) einige schöne Momente bescheren wird.
Konstantin Wecker "Ohne Warum"
Ohne wenn und aber - die neue Konstantin Wecker!
Konstantin Wecker ist natürlich immer noch Poet und Romantiker, aber immer mehr ist er einer der letzten politischen Liedermacher. Ich hörte ihn neulich in einer Radiosendung sagen, das gefährliche an alten Männern (er feierte am 1. Juni 2015 seinen 68. Geburtstag) sei, dass sie keine Angst mehr hätten. Wir wissen ja längst aus einem seiner alten Gassenhauer, dass man das wohl mit Freiheit gleichsetzen kann, denn Freiheit heißt, keine Angst haben vor nichts und niemanden. Wecker nimmt sich diese Freiheit und bleibt Pazifist mit Leib und Seele und längst hat er keine Angst mehr, das deutlich zu sagen und mit dem Finger auf alle zu zeigen, die dieser friedlichen Welt im Weg stehen, ob zusammen mit Margot Käßmann unter dem Titel "Entrüstet Euch!" mit Worten oder nun auf "Ohne Warum" in Liedform. "Ich hab einen Traum, wir öffnen die Grenzen und lassen alle herein, alle die fliehen vor Hunger und Mord, und wir lassen keinen allein." Musikalisch ist der Münchener ja schon länger wieder bei seiner Liedermachertradition der späten 1970er angekommen und wer ihn eh schon schätzt, bekommt gerne bei der Kombination seiner Stimme und seines Klavierspiels Gänsehaut, daran ändert auch "Ohne Warum" nichts. Textlich bohrt Wecker ganz tief in den Wunden unserer Gesellschaft, aber irgendwer muss es ja auch mal sagen. Natürlich haben wir die limitierte Erstauflage mit einer kompletten Live-CD auf Lager, hier empfehlen wir allerdings sehr schnelles Zugreifen.
Ohne Warum
CD, LP 
  Reservierung / Versand  
  Video / Songbeispiel  
Leftfield "Alternative Light Source"
Licht am Ende des Tunnels: Leftfield sind zurück vom elektronischen Abstellgleis!
Alternative Light Source
CD, LP 
  Reservierung / Versand  
  Video / Songbeispiel  
Gut 20 Jahre nach ihrem Debüt-Meilenstein "Leftism”, 16 Jahre nach ihrem letzten Studio-Album und rund 5 Jahre nach der Neugründung ist es endlich soweit: Das nunmehr dritte Album von Leftfield hat das Licht erblickt und strahlt hell ... und manchmal grell! Und Neil Barnes legt mit seinen Mitstreitern sofort richtig los. Die ersten zwei Tracks schütteln einen gleich mal durch und kommen augenblicklich auf den Punkt. Besonders "Universal Everything” ist eine solche Hymne, ein so energiegeladenes und dickes Brett, dass man danach eigentlich mal kurz Luft holen müsste - Jungejunge, die legen sich ja mächtig ins Zeug - aber Leftfield schießen ihr Feuerwerk noch ein wenig in die Luft und pulsieren weiter. Es ist schon eine reichlich kraftvolle und steife Brise, die uns aus den Boxen entgegen weht. Und trotz dem sich das ganze Album so anfühlt, als seien diverse Mischpultregler am Anschlag, spannt sich ein ziemlich facettenreicher Klangraum auf, der in weiten Teilen mit tanzbaren Beats angereichert ist. Desweiteren finden sich ein paar GastsängerInnen auf dem Album wieder, die mit ihren Stimmen die typische Leftfield-Würze zufügen. Nicht mehr ganz so organisch blubbernd wie noch 1995, sondern eindeutig im Sound des aktuellen Jahrtausends, bringen uns Leftfield somit endlich neuen Elektro-Stoff. Wir hoffen sehr, dass wir auf das nächste Album nicht wieder so lange warten müssen!
Der Klassik Tipp
Klassisches für Einsteiger & geübte Hörer
Felix Klieser "Hornkonzerte"
Hornmusik auf allerhöchstem Niveau
Mit das schlimmste, was Musik passieren kann, ist, dass sie zur Zirkusnummer wird, dass virtuose Instrumentalisten sie ihrer Seele berauben und nur ihre Fertigkeiten vorführen. Wenn ein Vierjähriger, der ohne Arme auf die Welt gekommen ist, sich von seinen Eltern ein Horn wünscht, lernt es mit dem Fuß zu spielen und dabei ungeheure Fertigkeiten entwickelt, ist die Gefahr umso größer, dass das in der heutigen Medienlandschaft zur Zirkusnummer wird. Kenner haben es längst gemerkt, wir sprechen von Felix Klieser, dem glücklicherweise außer der Kämpfermentalität, unter widrigsten Umständen ein Instrument zu lernen, auch eine ungeheure Musikalität in die Wiege gelegt wurde. Schon bei seinem Debütalbum, einer für Hornmusik durchaus üblichen Sammlung romantischer Musiken, vergaß man fast sofort, wie er sein Instrument spielt und tauchte ein in den warmen und weichen Klang voller Sehnsucht und Fernweh. Auf seiner neuen CD geht Felix Klieser noch einen großen Schritt weiter, denn die gespielten Hornkonzerte fordern technisch und musikalisch alles, aber sein Anspruch bleibt ein anderer: "Allen Stücken ist eine gewisse Leichtigkeit und Heiterkeit eigen", sagt Klieser. "Das war für mich der weite Bogen, der alle Stücke auf dieser CD verbindet." Es ist ein leidenschaftlicher Genuss, wenn ein Horn so leicht und fröhlich klingt, wenn Musik so sehr aus dem Herzen kommt. Dass Klieser neben Mozarts und Joseph Haydns Konzert auch noch das von Joseph Haydns Bruder Michael ausgräbt, gerät in dieser inspirierten Umgebung fast zu Fußnote, dabei ist es eigentlich ganz nebenbei eine echte Repertoireentdeckung. Chapeau!
Hornkonzerte
CD 
  Reservierung / Versand  
  Video / Songbeispiel  
Bongartz. Musik in allen Formaten
Hauptstr. 56
91054 Erlangen
Tel: 09131 9080520



USt. ID: DE 261717343

Bei der Suche nach der richtigen Anlage für nachhaltige Musik empfehlen wir die kompetente Beratung von:

HiFi Forum Baiersdorf
Breslauer Str. 29
91083 Baiersdorf
Tel: 09133 / 60629-0
Fax: 09133 / 60629-60
E-Mail: mail@hififorum.de
Impressum Datenschutzerklärung