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Freitag ist Musiktag
(Ausgabe 2016/21)
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Liebe Musikfreundinnen & -freunde,

aufmerksame und langjährige Leser dieses Newsletters kennen das ja schon: Manchmal, wenn viele von euch und Teile von uns in Urlauben weilen, der Berg vor der Tür sehr laut ruft, Schulferien sind und oder all diese Dinge aufeinander treffen, dann bekommt ihr in 'Freitag ist Musiktag' Dinge zu lesen, die ihr vielleicht schon kennt. Macht nix, gute Musik kennt ja kein Verfallsdatum und bei den Musiken, die wir euch heute empfehlen haben wir auch die Langzeitwirkung schon getestet und für gut befunden. Nächste Woche bekommt ihr dann auch wieder frische Empfehlungen, aber ihr wisst ja: Alles, was ihr hier lesen könnt, empfehlen wir aus vollem Herzen, aber nicht alles, was wir empfehlen könnt ihr hier lesen. Es lohnt sich also immer auch direkt zu uns in den Laden zu kommen, mit uns zu sprechen, reinzuhören undundund

Für alle, die gerne Livemusik hören und dabei gutes tun, haben wir noch einen Hinweis: Kommenden Mittwoch, 25. Mai 2016 findet im Schlosshof in Herzogenaurach zum zweiten Mal "We rock for Nepal" statt. Beginn ist um 16:00 Uhr und 100% des Eintritts und der Verkaufsausstellungen sind zu Gunsten der Erdbebenopfer in Nepal. Finden wir gut.

beste Grüße, ein musikalisches Wochenende und buy local
Peter Bongartz mit Todde Jarks & Peter "Point" Gruner
Richmond Fontaine "You Can't Go Back If There's Nothing To Go Back To"
Schmerzhaft schöne Americana-Songs vom Point of no return
Es gibt einen Punkt im Leben, an dem einem klar wird, dass das große Versprechen, das das Leben im Allgemeinen und der Rock’n’Roll im Speziellen in sich birgt, nicht irgendwo in einer diffus leuchtenden Zukunft liegt, sondern dass es sich - wenn überhaupt - nur in einem selbst im Hier und Jetzt erfüllen kann. Eine genauso heilsame wie schmerzhafte Erkenntnis, stehen die realen Lebensumstände doch oft genug der Selbstverwirklichung im Wege. Andererseits haben viele Künstler gerade an diesem Punkt in ihrem Leben ihre besten Platten gemacht. Springsteens "Darkness on the edge of town” sei hier erwähnt oder auch Neil Youngs "Tonight’s the night”. Der Titel des neuen Albums der amerikanischen Band Richmond Fontaine um den Sänger-Songwriter Willy Vlautin fasst dieses Gefühl in einem prägnanten Satz zusammen: Der Traum ist aus, aber es gibt kein zurück. Also mach das Beste draus. In dreizehn schmerzlich schönen Songs singt Vlautin vom Abhauen und nirgendwo ankommen, von Verlust und Desillusion und dem letzten Fünkchen Hoffnung das bleibt. Dieses klassische Storytelling kleidet die Band in lässig entspannten Country, Folk und Americana, in der die Atmosphäre und der Raum zwischen den Tönen genauso viel erzählen wie die Geschichten selbst. Tröstliche Traurigkeit oder: Erwachsenen-Musik im besten Sinne.
You Can't Go Back If There's Nothing To Go Back To
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Oum "Zarabi"
Nordafrika trifft Jazz: Die Marokkanerin mit einem feinen Akustik-Album
Zarabi
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Oums letztes Album "Soul of Marocco” war ein Überraschungserfolg bei uns im Laden - und sprach oft Leute an, die mit orientalischer Musik normalerweise wenig Berührungspunkte haben. Der Nachfolger "Zarabi” klingt im Vergleich zu seinem Vorgänger wesentlich ruhiger, akustischer und traditioneller. Der Pop-Einfluss ist deutlich zurückgenommen, dafür treten die arabische Laute Oud und Handtrommeln auf der einen Seite, Kontrabass und Trompete auf der anderen in den Vordergrund. Nordafrikanische Rhythmik und orientalische Melodik treffen auf jazzige Improvisationskunst: Der weltoffene, experimentierfreudige Geist, der so charakteristisch ist für die junge marokkanische Sängerin, ist auch in diesem reduzierten Kontext präsent. Über allem fliegt natürlich, leicht wie ein Vogel, Oums wunderschöne helle Stimme, die mit ihrer feinen, beseelten Phrasierung ein Instrument für sich ist. Ein ziemlich andersartiges, aber dennoch bezauberndes neues Album dieser bemerkenswerten Künstlerin.
Daniel Norgren "Alabursy"
Der wundersame Schwede mit traumverloren schönen Songs
Daniel Norgrens neues Album beginnt mit einem Sound, der klingt wie das weit verhallte Läuten von Kirchenglocken und sich dann zu einem warmen, ätherischen Summen auswächst - geradeso als wäre man unter einem blühenden, von Bienen umschwärmten Apfelbaum eingeschlafen. Man erwacht zum heimeligen Klang eines Akkordeons und einer hellen Stimme, die davon singt, das alles was man kannte dahinschmilzt wie Schnee. Das kann, je nach Lebenslage, beängstigend sein oder befreiend - und genau zwischen diesen Polen pendeln auch die wundersamen, schaurig-schönen Songs dieses schwedischen Songschreibers, der hierzulande noch immer nahezu unbekannt ist, uns aber schon vor zwei Jahren mit seinem collagenhaften Americana-Album "Buck” aufgefallen ist. Auch "Alabursy” ist ein Werk, in dem die Atmosphäre mindestens genauso wichtig ist wie die Songs selbst, dabei aber in sich noch geschlossener wirkt. Norgrens ausschließlich langsame, sparsam instrumentierte Balladen spüren Erinnerungen, Sehnsüchten, Verlusten und Hoffnungen mit fast kindlicher, traumverlorener Intensität nach, wobei die Songs wie hinter einem akustischen Schleier zu leuchten scheinen. Musik, hinter deren jenseitiger, harmonisch lieblicher Schönheit sich beunruhigende Abgründe auftun, Musik die genauso trösten, wie beunruhigen kann. Fürwahr, ein kleines Wunderwerk...
Alabursy
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Ray LaMontagne "Ouroboros"
Da beißt sich die Katze in den Schwanz: Der unglaubliche Ray mit seinem 6. Meisterwerk!
Ouroboros
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Zugegeben, ich habe gerade einmal das zweite Lied des neuen Albums "Ouroboros” des großartigen Ray LaMontagne gehört ... und wenn das so weiter geht, werde ich ehrfürchtig auf die Knie sinken. Es geht so weiter; da ich aber aus dieser Position nicht mehr an die Tastatur reiche, setze ich mich einfach nur und verdaue erstmal, was mir gerade in die Ohren gesungen wurde. Dass der Herr LaMontagne eine Stimme hat, die ihresgleichen sucht, soll an dieser Stelle nur noch kurz Erwähnung finden, ebenso, dass er damit alle Festungen wie ein stetig sandiger, warmer Wind bis auf die Grundmauern nieder raspeln kann. Und doch ist es wieder diese Mixtur aus unendlich schwebendem Neo-Folk und psychedelischen Indie-Songs, die überrascht, die absolut in den Bann zieht und der man immer lauschen möchte. Seit Dan Auerbach, der Rays letztes Album produziert hat, sind die Gitarren zuweilen verzerrter und der Sound noch spaciger, aber die Lieder und Texte nicht minder emotional. Zu seinem neuen Album hat er sich nun Jim James an die Seite geholt. Der Mann von My Morning Jacket prägt mit herrlichen Gitarrensounds und seinem feinem Händchen für Klangästhetik dieses Album mit und hilft Ray LaMontagne bei dessen neuerlichen Häutung. Denn auch darum geht es in "Ouroboros” - sich selbst wieder zu finden oder sich neu zu (er)finden und sich dabei der Vergangenheit bewußt zu sein. Ein großes Vorhaben und wie als Beweis des Gelingens, halten wir mit "Ouroboros” den Soundtrack dazu in den Händen. Das Karussell dreht sich also weiter!
John Digweed "Re: Structured"
Schon wieder John Digweed und schon wieder richtig gut!
Unser Lieblings-DJ aus UK erfreut uns zum Jahresanfang ein weiteres Mal mit ausgewachsener, elektronischer Musik der Oberklasse. Auf 3 CDs und einer DVD präsentiert er "Re: Structured” den treuen Fans und denen, die es vielleicht noch werden wollen/sollen. Der Cocktail ausgesuchter Zutaten erfrischt zwischen techhousigen Grooves, chilligen Trips und einem ziemlich treibendem Live-Set in bewährter Bedrock-Qualität. Wie kaum ein anderer zeitgenössischer DJ vermag uns John Digweed auf eine Reise in die Tiefen dunkel schillernder Clubmusik zu bewegen. Und selbst nicht so eingefleischten Elektro-HörerInnen macht es der Endvierziger relativ leicht, einen Einstieg in diese Musik zu finden. Die Balance zwischen Elementen für Tech-Nerds, Sound-Fetischisten und Lounge-Lovers ist auch auf "Re: Structured” herausragend. Dass es sich bei den vorliegenden Stücken nur zum geringsten Teil um eigenen Digweed-Stuff handelt, ist dabei ein Qualitätsmerkmal für sein sicheres Händchen, die richtigen Tunes zum richtigen Zeitpunkt zu picken und sie in ein Gesamtbild einfließen zu lassen - naja, halt ein richtig guter DJ und Produzent. Wer eine kleine Auswahl der Tracks auf Vinyl haben möchte, der spreche bitte mit uns.
Re: Structured
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The City "Now That Everything's Been Said"
Das einzige, grandiose Album von Carole Kings kurzlebiger Band
Now That Everything's Been Said
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Jeder kennt Carole King. Wer nicht den Megaseller "Tapestry” von 1971 im Schrank stehen hat, der kennt ihre Songs, die sie in den Sechziger Jahren als professionelle Songschreiberin fast wie am Fließband mit ihrem Mann Gerry Goffin für andere Künstler schrieb: Bobby Vees "Take good care of my baby”, Little Evas "The Locomotion”, "Will you still love me tomorrow” für The Shirelles oder "Natural Woman”, unsterblich gemacht durch Aretha Franklin. Dass King bereits 1968 mit ihrer Band The City erste eigene Gehversuche als Performerin ihrer eigenen Songs machte, ist weitgehend unbekannt. Dabei ist "Now That Everything’s Been Said” ein solch großartig ausgereiftes Album, dass man sich nur wundern kann, warum es damals so grandios floppte. Es sollte das einzige Album der Band bleiben, zu der neben Carol King ihr späterer Partner, der Gitarrist Daniel Kortchmar, und der Bassist Charles Larkey gehörten (Drummer Jimmy Gordon war nur Gast). Das Album nimmt vorweg, was wenig später als "Laurel Canyon Sound” in die Popgeschichte eingehen sollte: Das jazzige "Soul Queen”, das durch die Byrds bekannt gemachte "I wasn’t born to follow”, das hippieeske "Paradise Alley”, das enfühlsame "Lady” oder das ungemein catchy daherkommende "That old sweet Roll” - das ist Songwriting in Perfektion, 12 Perlen ohne Ausfälle, eingespielt von passionierten Könnern, hörbar durchdrungen vom damaligen Zeitgeist und dennoch zeitlos. Was für eine Entdeckung!
Bongartz. Musik in allen Formaten
Hauptstr. 56
91054 Erlangen
Tel: 09131 9080520



USt. ID: DE 261717343

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