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Freitag ist Musiktag
(Ausgabe 2015/21)
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Liebe Musikfreunde,

und da ist sie also die fünfte Jahreszeit in Erlangen mit all ihren Schönheiten und Nebenwirkungen. Eine Nebenwirkung ist ja schon traditionell die besonderen Öffnungszeiten am Erlanger Bergtag: Wir sind kommenden Dienstag von 10:00 Uhr bis 14:00 Uhr für euch da.
Und nun entlassen wir euch mit einigen leckeren Empfehlungen ganz ohne Bergmusik in euer langes Pfingstwochenende, habt einen schönen Berg

beste Grüße und ein musikalisches Wochenende
Peter Bongartz mit Todde Jarks & Peter "Point" Gruner
Toro Y Moi "What For?"
Ungewöhnlicher Sommer-Indie mit Beatles-Anleihen
Chaz Bundick aka Toro Y Moi ist ein echter Rumtreiber und ein bunter Hund dazu. Elektro? Indie? Pop? Soul? Ja gerne, aber es gibt noch mehr. Zumindest vermag Toro Y Moi auch dem IndiePop noch eine paar Freiräume auf zu zeigen. So bietet "What For?” wieder neue Wendungen, deren Einflüsse zahlreich aber nicht "geklaut” wirken - dazu ist Chads Songwriting einfach zu selbstständig. Hier mal ein wenig Beatles, da ein bisschen Funk & Soul oder Pink Floyd Psychedelica und ein paar versprengte Synthie-Läufe ... Es macht einfach unglaublich viel Spaß mit Mr. Bundick auf Entdeckungstour zu gehen. Der Neuzeithippie zielt eigentlich nirgendwo hin und trifft dennoch genau. Permanent zaubern hübsche Melodien und sonnige Sounds ein Lächeln in die Gesichter der Hörerschaft. Oder vielleicht ist es auch nur sein sympathisches Antlitz, was mitreißt und elektrisiert und die positive Wechselwirkung mit der Musik im Nu herstellt. Egal, denn "What For?” ist eine kurze, knackige Frage, die man kurzerhand mindestens mit "For the summer!” wahrscheinlich aber mit "For the Ewigkeit!” beantworten muss. Einfach immer wieder hörbar: Toro Y Moi!
What For?
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Tallest Man On Earth "Dark Bird Is Home"
Der kleine Große aus Schweden mit riesigen Songs
Dark Bird Is Home
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Das Covermotiv ist etwas irreführend. Schließlich ist die Musik auf "Dark Bird is Home”, dem vierten Album von Kristian Matsson, aka The Tallest Man On Earth, wesentlich einladender als das graue, abweisende Haus, vor dem die Dame so zweifelnd zu stehen scheint. Nach dem kargen Folk seiner ersten Alben, die ihm den fast zwangsläufigen Vergleich mit dem jungen Dylan einbrachten, staffiert der schwedische Songschreiber seine Lieder jetzt etwas üppiger aus. Schlagzeug, Bass, diverse Tasteninstrumente, hier und da Bläser und Streicher stehen seiner Akustik-Gitarre und der leicht näselnden Stimme nun zur Seite, was die Musik des Möchtegern-Riesen (sein Pseudonym ist, wie viele sicher wissen, eine Anspielung auf seine geringe Körpergröße) eher leichter als wuchtiger zu machen scheint. In den schönsten Momenten dieses rundum schönen Albums erinnert sein Folkrock denn auch eher an den akustischen Tom Petty oder an Simon & Garfunkel als an den übermächtigen Bob - Maßstäbe, die Übersongs wie "Little Nowhere Towns” oder "Timothy” locker einlösen. Dazwischen gibt es immer wieder zurückgenommenen Folk-Minaturen wie das flott gepickte "Beginners”. Durchgehend beweist Matsson ein fast unheimliches Gespür für große Melodien mit sehnsüchtig-melancholischem Unterton - die gute alte Seventies-Schule in Vollendung.
Van Hunt "The Fun Rises, The Fun Sets"
Abwechslungsreicher Soul-Rundumschlag
Van Hunt ist trotz eines Grammy-Albums im Jahr 2007 hierzulande nie wirklich bekannt geworden. Und dass er weiterhin einer eher ausgesuchten Hörerschaft zugänglich bleiben wird, lässt nicht nur sein fünftes Album erkennen, sondern auch die Tatsache, dass alle Vorgänger-Alben zumindest in Deutschland nur noch antiquarisch erhältlich sind. Das ist zwar schade, erleichtert aber den Fokus auf sein fünftes Werk "The Fun Rises, The Fun Sets”. Und diese Platte hat es in sich! Auf 14 Tracks geht Van Hunt außerordentlich generöß mit all den verschiedenen Einflüssen des Soul um und (er)findet dabei seinen eigenen Stil. Diesen mit einem Schlagwort zu versehen, würde dem Umfang seiner Kompositionen nicht gerecht werden. Hingegen werden immer wieder Assoziationen mit Marvin Gaye, Prince, D’Angelo, Alabama Shakes oder den Roots geweckt. Doch schlafen diese Bilder auch schnell wieder ein, denn "The Fun Rises, The Fun Sets” bietet immer wieder Überraschungen. Da wird schnell mal ein hintergründiger Sound eingetröpfelt, oder eigentlich "normale” Schlagzeugparts mit gezielten Highlights aufgebrochen. Vertrakte Rare-Groove-Gimmicks mischen sich mit gehaltvollen Großstadtstreichern und lieblich melodiöse Falsett-Gesänge sträuben sich vor poppiger Eingängigkeit ... trotzdem wird dieses Album mit jedem Hören immer mehr zum guten Freund und taugt als frisches Soul-Statement mit Geheimtipp-Aura.
The Fun Rises, The Fun Sets
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Joscho Stephan "Guitar Heroes"
Jimi und Carlos zu Besuch bei Django: Inspirierte Gypsy-Swing-Session
Guitar Heroes
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Wenn ein Haufen hochvirtuoser Gypsy-Swing-Gitarristen im Studio aufeinandertrifft, ist Gefahr im Verzug. Die Lizenz zur Überschall-Dudelei hat man in diesem Genre ja sowieso für sich gepachtet - und wenn nun ausgewiesene Griffbrett-Rennfahrer wie Bireli Lagrene, Tommy Emmanuel, Stochelo Rosenberg und Gastgeber Joscho Stephan vor einander glänzen wollen, könnte das ganz schnell ganz schlimm werden. Wird’s aber nicht. Denn glücklicherweise geschieht hier genau das, was in so einem Fall eben auch passieren kann: Die Herren setzen nicht nur auf Geschwindigkeit (das natürlich auch), sondern bestechen durch inspirierte musikalische Einfälle, durch Variantenreichtum, Ausdruck und Swing. Wobei sich der Titel "Guitar Heroes” nicht nur auf die Ausführenden, sondern auch auf das Material bezieht: Neben einigen Kompositionen des Genre-Heiligen Django Reinhardt huldigt man auch Rock-Gitarristen wie Jimi Hendrix, George Harrison oder Carlos Santana. Ein Riesenspaß auf 24 Saiten!
Hopeton Lewis "Take It Easy With The Rock Steady Beat"
Unendlich schönes Rock Steady Album aus der Pre-Reggae Zeit
Als der jamaikanische Sänger Hopeton Lewis im September letzten Jahres starb, hat sich dafür kaum jemand interessiert. Dabei sollten die Menschen, denen ein gepflegter Rock Steady Groove sofort Leben in die Beine und das Herz bringt, diesen Mann nicht an sich vorüber ziehen lassen. Wie schön, dass anlässlich seines Todes das japanische Dub Store Records Label das Debüt Album "Take It Easy” von 1967 in einer großartig remasterten Version nochmals aufgelegt hat. So kann man die Hymnen "Take It Easy”, "Sounds And Pressure” oder "Rock Steady” im dynamischen HiFi-Sound auf CD oder Vinyl genießen. Dass man den Verstärker dabei circa ein Drittel höher aufdrehen muss, um zur selben Lautstärke zu gelangen, wie die meisten üblichen Neuerscheinungen, ist eindeutig ein Qualitätsmerkmal. Und dass es die Japaner geschafft haben, den gerne sandgestrahlten Rumpelsound aus dem Kingston Town der späten 1960er Jahre in einer solcher Klarheit heraus zu kristallisieren, ohne antiseptisch zu wirken, ist aller Ehren wert. Das Album von Hopeton Lewis wandelt an dem Scheideweg zwischen Soul und Reggae, eben Rock Steady. Es ist also nicht nur einfach schöne Sommermusik, sondern auch ein fast verloren geglaubtes musikalisch historisches Kleinod, dass den damals neuen karibischen Sound wieder aufleben lässt. Danke dafür.
Take It Easy With The Rock Steady Beat
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Große Musik für kleines Geld
Dieses Album haben wir euch bereits bei Erscheinen empfohlen. Nun gibt es diese Musik (für kurze Zeit) zum Nice Price
Melody Gardot "The Absence"
Eine junge "Grande Dame” meldet sich zurück von ihren Reisen
The Absence
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Schon Melody Gardots erstes Album "Worrisome Heart” war ein echtes Erlebnis und mit dem Folgealbum "My One And Only Thrill” hat sie die große Bühne betreten. Selten hat es eine Sängerin so leicht gehabt, sich in die Herzen einer immer größer werdenden Fan-Gemeinde zu spielen. Mit ihrem großen Talent, gefühlvolle und erobernde Lieder zu schreiben und diese auch noch mit ihrer Gänsehaut-Stimme und zumeist jazzigem Orchester oder Band darzubieten, zählt sie zu der absoluten Oberklasse - und das mit gerademal 27 Jahren - Hut ab! Jetzt ist ihr drittes Album "The Absence” erschienen, welches schon im Titel von ihrer Abwesenheit im letzten Jahr erzählt. Melody Gardot trieb sich in Nordafrika, Portugal und Südamerika rum, wo sie ihren Mit-Produzenten Heitor Pereira traf, der mit ihr die Lieder zum neuen Longplayer einspielte. Das Ergebnis unterscheidet sich in erfrischender Weise von den erwähnten, großartigen Vorgängern. Eindeutig mischen sich mehr südamerikanische Bossa-Klänge ("Mira” oder "Lisboa”) in Melody Gardots Songs und gerne hören wir auch ihre portugiesischen oder französischen Textpassagen. Aber eigentlich spielt es bei ihrer Art zu singen sowieso fast keine Rolle, in welcher Sprache sie das tut, man hört ihr einfach unglaublich gerne zu und lässt sich ebenso gerne mit ihr forttragen. Die jazzig folkigen Klänge ihrer Mitmusiker tragen ihr Übriges dazu bei, dass "The Absence” von Melody Gardot ein weiteres Ausrufezeichen im musikalischen Leben ist!
Bongartz. Musik in allen Formaten
Hauptstr. 56
91054 Erlangen
Tel: 09131 9080520



USt. ID: DE 261717343

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