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Freitag ist Musiktag
(Ausgabe 2015/13)
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Liebe Musikfreunde,

ihr habt es ja vielleicht in einigen Schaufenstern der Erlanger Altstadt (auch bei uns) schon gesehen: Der Frühling lässt sein blaues Band.... Genießt einen Bummel durch die Altstadt, lasst euch inspirieren und erfreut euch an den schönen Dingen die kleine Läden zu bieten haben. Die Gelegenheit ist günstig, denn am Sonntag ist Erlanger Frühling und ihr könnt deshalb auch am Sonntag zum Schlendern aufbrechen.
Wer sich noch nicht die Veröffentlichungsliste des angeschaut hat, sollte das tun, denn wenn ihr noch etwas reservieren möchtet, solltet ihr das bis Mittwoch nächste Woche tun.
Und dann haben wir für alle Freunde Plattenladenkonzerten bei Bongartz noch eine ganz großartige Nachricht: Am Mittwoch, 22. April 2015 haben wir um 16:30 Uhr aus Kanada bei uns zu Gast. Gerade wurden sie als "Best New Canadian Band" ausgezeichnet und wir sind sehr stolz darauf sie bei uns begrüßen zu dürfen. Der Eintritt zum Plattenladenkonzert ist wie immer frei, abends spielen sie zusammen mit The Elwins ein "Double-A-Side"-Konzert im E-Werk, Karten dafür gibt's natürlich bei uns. Save the date!

beste Grüße und ein musikalisches Wochenende
Peter Bongartz mit Todde Jarks & Peter "Point" Gruner
Sufjan Stevens "Carrie & Lowell"
Zerbrechlich und wunderschön - Sufjan Stevens nachdenkliches Werk
Wandelbar, unendlich musikalisch und ein wenig bekloppt; so könnte man den Songwriter und Multi-Instrumentalisten Sufjan Stevens in wenigen Worten umreißen. Bekloppt, weil er z.B. mal vor hatte, über jeden Staat der USA eine Platte zu schreiben (geschafft hat er bis dato zwei ;o) Unendlich musikalisch, weil er schon öfter bewiesen hat, dass er sich in vielen Stilen auskennt (Folk, Rock, Klassik, Elektronik oder Weihnachtsmusik) und auch die passenden Instrumente beherrscht, und wandelbar, weil er nach seinen ersten, neo-folkigen Indie-Alben in die bombastische Freak-Tronik Welt eingetaucht ist und mit genialen, aber zum Teil schwer verkraftbaren Synthiesounds nahezu alle Frequenzen ausgelotet hat. Jetzt ist er mit "Carrie & Lowell” wieder an seinen Ursprung zurück gekehrt; und zwar nicht nur musikalisch, denn das neue Album ist eine Hommage an seine Mutter und seinen Stiefvater. Er setzt sich darauf mit Leben, Tod, Liebe und Verlust auseinander, verspinnt diese durchaus nicht leichten Themen mit schwebend akustischer Musik, lässt seine Stimme dazu zart singen und schafft innerhalb weniger Momente den Weg in die Herzen seiner Fans. Es ist wohl das bislang persönlichste Album des 40-jährigen, vor allem was die textlichen Inhalte anbelangt - als würde man eine Kiste mit verloren geglaubten und angegilbten Familienfotos finden, die längst verschüttete Erinnerungen wachrufen. Natürlich hat Sufjan Stevens schon immer sehr emotionale und manchmal intime Momente in seinen Liedern verewigt, aber einen solch überwältigenden Seelen-Striptease durften wir von ihm noch nicht empfangen - und diese Echtheit tropft mit jedem Ton aus der Platte.
Carrie & Lowell
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Laura Marling "Short Movie"
Ganz großes Kino: Die Britin verpasst ihrem Folk eine ordentiche Rock-Injektion
Short Movie
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Dass Folk nicht grundsätzlich das Metier nostalgie-seliger Nachlassverwalter ist, führt uns eine neue Generation unvoreingenommener, kreativer Musikerinnen und Musiker seit einigen Jahren auf beeindruckende Weise vor. Eine ihrer markantesten Protagonisten ist sicherlich Laura Marling, die schon mit Anfang Zwanzig eine künstlerische Reife an den Tag legte, die staunen ließ. Seitdem entwickelt sie sich kontinuierlich weiter und ist weit davon entfernt in Routine zu erstarren. Auch das neue, fünfte Album der mittlerweile 25-jährigen Britin schlägt neue Töne an - und führt dabei den unüberhörbar eigenwilligen Stil konsequent weiter. Nach dem vornehmlich ruhigen, fast meditativen Vorgänger "Once I was an eagle” kommt "Short Movie” erstaunlich rockig und elektrifiziert daher, eine Facette, die Laura Marling gut zu Gesicht steht, ist doch auch ihren akustischen Songs, die auf dem Album ebenfalls reich vertreten sind, ein Biss, eine selbstbewusste Präsenz und eine emotionale Tiefe eigen, die sie weit über das Stereotyp vom "Mädchenfolk” hinaushebt. "Short Movie” ist ein großes Album voller erhabener Momente, voller Drive, Innigkeit, selbstreflexiven Texten und betörender Melodien, die ihre Schönheit nicht sofort offenbaren, dafür aber umso länger Bestand haben werden. Marlings bildreiche, gewandt poetische Lyrics, gesungen von dieser dunklen, fordernden Stimme, haben tatsächlich etwas von Kurzfilmen, - als Gesamteindruck bleibt allerdings ganz großes Kino.
Houndmouth "Little Neon Limelight"
Der raue Sound der Freiheit: Die Folkrocker mit ihrem famosen Zweitling
Stimmt, die gibt’s ja auch noch. Zwei Jahre ist es her, dass die Amerikaner mit ihrem Debüt bei uns reichlich Eindruck schindeten, zwei Jahre, die uns allerdings eine wahre Flut schöner Folkrock- und Americana-Scheiben in den Laden spülten, sodass mir diese hervorragende Combo zwischen all den Felice-, Avett- und sonstigen bärtigen Brüdern glatt aus dem Bewusstsein gerutscht war. Zu Unrecht, wie der exzellente Nachfolger deutlich macht: "Little Neon Limelight” ist ein Album, wie man es sich als Fan von Dylan, The Band, CCR, The Byrds, Van Morrison und deren heutigen Erben nicht schöner erträumen kann. Das Quartett bewegt sich mit ihrem kernigen, rauen Sound genau auf der Kante zwischen Folkrock und Rock’n’Roll und wuchert dabei mit vor Spielfreude geradezu berstenden Songs, die sich ganz schnell zu fiesen Ohrwürmern entwickeln. Dabei sind sie stilistisch so vielfältig, dass keine Langeweile aufkommt, aber stilsicher genug, um nicht beliebig zu klingen. Schiebende Midtempo-Grooves wie "My Cousin Greg”, explosiver Rock’n’Roll wie "15 Years” oder wehmütiger Folk wie "Gasoline”: Houndmouth klingen mit ihrem euphorischen Harmoniegesang und ihrem unpolierten Garagen-Sound wie der Gongschlag, der die großen Ferien einleutet, wie der erste Frühlingstag nach einem tristen Winter, wie der erste Kuss nach hundert Jahren Einsamkeit, wie drei Minuten Rock’n’Roll nach fünf Stunden Wagner, kurz, wie die große Freiheit.
Little Neon Limelight
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Staves "If I Was"
Himmlische Balance: Das zweite Album der englischen Folk-Schwestern
If I Was
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Okay, das Cover zeigt nicht wirklich das, was wir im Augenblick sehen wollen. Doch abgesehen davon, fällt uns eigentlich nichts ein, was es am neuen Album der Staves zu bemäkeln gäbe. Nach dem puristischen Debüt von vor zwei Jahren leisten sich die drei englischen Folkschwestern diesmal etwas mehr Oppulenz. Dass Emily, Jessica und Camilla auch mit minimaler Gitarrenbegleitung singen können wie die Zeiserl, hatten sie uns im selben Jahr noch beim Folk-im-Park-Festival bewiesen. Jetzt addieren sie zu ihren fein austarierten Gesangsharmonien Drums, Bass, Piano und Gitarre, gelegentlich auch Streicher und zusätzliche Chöre. Dabei widersteht Produzent Justin Vernon jedoch der Versuchung, die Musik zu pathetischer Breite aufzublasen und lässt dem Gesang der Schwestern genug Raum, sich zu voller Schönheit zu entfalten. Und die Art, wie The Staves ihre innige Liebes-Lyrik in Szene setzen, wie sie ihre Stimmen kanon-artig versetzen, wie sie ihre Linien über- und untereinander laufen lassen und dabei doch immer klingen wie ein einziges Instrument, das hat ganz große Klasse. Wald-und-Wiesen-Poesie ist dies allerdings nicht: In den Songs der Staves gibt es Abgründe und Widerhaken - schön illustriert im bitterbösen Video zu "Black and White”.
Buena Vista Social Club "Lost And Found"
Kubanische Resteverwertung auf allerhöchstem Niveau!
"Nachschlag gefällig?” Eine Frage, die in aller Regel direkt nach dem Hauptgang gestellt wird - nicht erst knapp 20 Jahre danach. Andererseits: Die Flut von Veröffentlichungen mit (meist grandioser) kubanischer Musik, die dem Mega-Erfolg des Albums "Buena Vista Social Club” 1997 folgte, war so gewaltig, dass es vermutlich klug war, das alles ein wenig setzen zu lassen. "Lost and found” ist eine Zusammenstellung von Songs, die teils bei den originalen, von Ry Cooder produzierten Buena-Vista-Sessions 1996 in Havanna übrig geblieben waren, teils sind es Überbleibsel der zahlreichen Solo-Alben, die Ibrahim Ferrer, Omara Portuondo, Ruben Gonzales und andere kubanische Senior-Stars in den folgenden Jahren veröffentlicht hatten. Nun liegt natürlich der Verdacht nahe, dass hiermit nun, nachdem der Großteil der schon damals hochbetagten Beteiligten das Zeitliche gesegnet hat und sich nicht mehr wehren kann, minderwertige Reste von Gestern auf den Markt geschmissen werden. Doch abgesehen davon, dass dies wohl schon am Widerstand des Idealisten Cooder scheitern würde, konnten diese grandiosen Sänger/innen und Musiker mit Sicherheit endlose Stunden von wunderschöner Musik auf Festplatte bannen, ohne je eine Sekunde zu langweilen. Pluspunkt dieser Zusammenstellung ist denn auch ihre Vielfalt: Wunderschöne Boleros von Ferrer und Portuondo, ein magisches, Perkussion-lastiges Instrumental des Bassisten Cachaito Lopez , eine ungemein treibende Salsa-Nummer vom unvollendeten Album des Posaunisten Jesus "Aguaje” Ramos, zwei exquisite Solo-Gitarren-Stücke von Eliades Ochoa, plus einige stimmungsvolle Live-Aufnahmen - ein Schatzkästchen! Zeit also für einen weiteren kubanischen Frühling...
Lost And Found
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Bongartz. Musik in allen Formaten
Hauptstr. 56
91054 Erlangen
Tel: 09131 9080520



USt. ID: DE 261717343

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