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Freitag ist Musiktag
(Ausgabe 2014/29)
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Liebe Musikfreunde,

solltet ihr noch nicht wissen, was ihr am morgigen Samstag tun sollt, hätten wir eine Empfehlung für euch: Im in Heppstädt findet das zweite Kuckucksheim Open Air statt. Dieses wunderbare Theater beschließt seine Saison mit einem Fest, dessen musikalische Besetzung sich mehr als sehen lassen kann, u.a. dabei sind z.B. Mister and Mississippi aus den Niederlanden. Wie immer gilt: Hier traut sich jemand Kultur, traut ihr euch hinzugehen.
Und natürlich haben wir auch wieder ein paar leckere Empfehlungen von Reggae bis Rock'n'Roll für euch, damit ihr im Garten, auf dem Balkon, im Hifi-Zimmer oder wo auch immer richtig lecker Musik genießen könnt.

beste Grüße und ein musikalisches Wochenende
Peter Bongartz mit Todde Jarks & Peter "Point" Gruner
G. Love & Special Sauce "Sugar"
Cool, wild und besser denn je: Die hippen Blues-HipHopper sind zurück!
"Streetside Blues Since 1993” steht als Untertitel auf dem Cover des neuen G-Love-Albums. Wir erinnern uns: Anno ‘93 waren wir alle ganz baff, als uns das coole Trio aus Philadelphia mit ihrem zweiten Album demonstrierte, dass das bislang undenkbare gar keine große Sache ist: Ja, natürlich, man kann archaischen Blues mit Hip Hop kombinieren, was habt denn ihr gedacht?! Tatsächlich klang die Musik der drei so unglaublich lässig, schmutzig und cool, so tief aus der Ursuppe der amerikanischen Musik schöpfend und doch so zeitgemäß, dass man den Eindruck hatte diesen Sound gab’s schon immer - wahrscheinlich hatten wir nur nie richtig hingehört. Und jetzt das: Nach acht Jahren schart der Songwriter und Gitarrist mit der nölenden Stimme seine alten Buddys um sich und knallt uns ein Werk vor den Latz, das so frisch und rotzig klingt, als höre man diesen Stil-Bastard zum ersten Mal. Gleich die erste Nummer hüpft auf einem schamlos bei James Brown geklauten Basslauf wie ein übermütiges Kind auf einem Hupfball durch die Streets of Philadelphia - und zieht eine wahre Lawine an rüder Energie nach sich: Ungeschminkte Funk- und Hiphop-Grooves, knarzende Gitarrenriffs, heulende Harmonikas und immer wieder G Love’s Rap-Salven, die stets in unwiderstehlichen Hooklines münden. Gäste wie Ben Harper, David Hidalgo oder Merry Clayton, die sich in "One Night Romance” ein herrliches Duet mit G Love liefert, sind ein schönes Bonbon, doch der eigentliche Hit ist die Stammband: Was für herrliche Straßenmusik, Partymusik, Sommermusik, wüst und ungezähmt, ein süßer Energieschub für die Ohren.
Sugar
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Ashanti Roy, Pablo Moses, Winston Jarrett "Natty Will Fly Again"
Der Groundation-Frontmann kann auch alte Recken produzieren - keep the fire burning!
Natty Will Fly Again
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Nicht immer kommt was Schönes dabei rum, wenn alte Reggae-Recken es nochmal versuchen. Glücklicherweise ist das beim vorliegenden Album nicht so. Es wäre aber auch total doof, wenn es dann in unserem Newsletter auftauchte. Hier also passt alles. Sound, Tempo, Song, Stimmung und Mitstreiter. Der Sänger jener sagenhaften High End Reggae Combo "Groundation” , Harrison "Professor” Stafford, hat ein paar (noch lebende) jamaikanische Legenden ins Studio geholt und mit ihnen ein grandioses Roots-Album eingespielt. Mit dabei sind Ashanti Roy von den Congos, "Mister Melodica” Pablo Moses und Winston Jarrett aus der alten Alton Ellis und Jimmy Cliff Band. Natürlich sind die Stimmen der um die 70-jährigen nicht mehr so frisch, wie all das Ganja war, welches sie damals in ihr Chalice füllten - das hinterlässt Spuren. Dennoch geben die Jungs alles was sie haben, und das ist mit der musikalischen Begleitung von Harrison Stafford noch immer eine ganze Menge. "Natty Will Fly Again” ist voller sommerlicher Lebensfreude und natürlich angereichert mit Reggae, Reggae, Reggae - nicht mehr und nicht weniger. Die Sonne scheint, es schiebt der Bass, es greift der Groove und Schwupps ist das Grinsen da, wo es hingehört. Lasst euch überwältigen - Irie!
Secret Sisters "Put Your Needle Down"
Von Papst und Gott geadelt: Großartiges Roots-Album der Schwestern aus Alabama
Wer mit zwei Qualitätssiegeln ins Rennen geht, sollte sich eigentlich keine Sorgen bezüglich der Karriere machen müssen. Erstens: Produziert hat den zweiten Streich der Secret Sisters der Roots-Papst T-Bone Burnett. Zweitens: Bob Dylan, also Gott persönlich, hat den Schwestern mit dem noch unfertigen "Dirty Lie” einen Song überlassen, den sie selbst zu Ende schreiben durften. Eine hohe Messlatte für den Rest des Albums, könnte man meinen, doch es gibt viele Songs auf dieser vorzüglichen Sammlung, die Dylans knarzigen Bluesschleicher noch übertreffen. Den überwiegenden Teil davon haben Laura und Lydia Rogers selbst geschrieben: Etwa das dunkel dräuende "Iuka”, eine von einer seufzenden Geige und einem rollenden Rhythmus befeuerte Ausbruchsfantasie, die schmerzlich schöne Ballade "Let there be lonely” oder das unverschämt eingängige "Good Luck, Goodnight, Goodbye”, eine von vielen Reminiszenzen an den Fifties-Pop. Die fein austarierten, zweistimmigen Gesangsharmonien erinnern nicht wenig an ihr männliches Pendant, die Everly Brothers (welche sie mit "Lonely Island” honigsüß covern), während Burnetts Produktion alle Register zieht, um den durchweg famosen Stücken einen erdigen Retro-Charme zu verpassen, ohne sich dabei in der sklavischen Reproduktion eines antiken Soundbilds zu verlieren. Und mit ihrer Version von PJ Harveys "Pocket Knive” beweisen sie, dass sie einerseits auch ein Ohr in der Gegenwart haben und andererseits, dass sie nicht nur posierlich, sondern auch gefährlich sein können. Zeitlose Klasse.
Put Your Needle Down
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Slow Club "Complete Surrender"
Nicht nur langsam: Toller, atmosphärischer Soul-Pop aus England
Complete Surrender
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Nein, der Slowclub ist kein Verein, der sich für die Entschleunigung des Alltags einsetzt und auch kein Ableger der Slowfood-Bewegung. Obwohl - in gewisser Weise fühlen sie sich dieser Philosophie bestimmt verbunden, folgt die Musik des englischen Mann-Frau-Duos doch dem Motto "In der Ruhe liegt die Kraft” - was sie nicht dogmatisch verstehen, was aber als Grundhaltung die Atmosphäre ihres dritten Albums bestimmt. Die andere große Konstante auf "Complete Surrender” ist der deutliche Soul-Einfluss. So entstehen herzzerreißend schöne Balladen wie das eröffnende "Tears of Joy”, ein definitiver Hit von der Sorte, die einem - würden sie denn mal im Radio gespielt werden - treffen können wie ein Blitzschlag (allerdings mit durchweg positiven Folgen). Zwischen drin zieht der Club der Langsamen das Tempo immer wieder an, wie beim stürmischen "Suffering you, suffering me”, einem Motown-artigen Fetzer, bei dem sich Rebecca Taylor stimmlich grandios in Szene setzt. Sie und ihr Partner Charles Watson spielen einen Großteil der Instrumente selbst, addieren hier und dort noch melodramatische Streicher und Bläser und klingen doch immer wie eine kompakte Band. Der Knüller sind freilich die durchweg fantastischen Songs voller Drama, Leidenschaft und packender Dynamik. Und immer schaffen sie diesen schwierigen Spagat, ganz klassisch und dennoch ungemein zeitgemäß zu klingen. Ganz große Entdeckung!
Various "Please Don't Freeze - Early Black Rock'n'Roll 3"
Immer noch heiß und gefährlich: Die schwarze, brodelnde Ursuppe des Pop
Im zarten Alter von etwa 15 Jahren besuchte ich mein erstes Blueskonzert - irgendeine lokale Combo, deren Name mir entglitten ist. Keine Ahnung, ob ich die Jungs heute immer noch gut finden würde, aber eine Erkenntnis durchzuckte mich damals wie ein Blitz: Rock’n’Roll, eine Musik, die ich bis dato für eine Erfindung von Bill Haley und Elvis Presley hielt, ist nichts anderes als schnell gespielter Blues! Als man knapp 20 Jahre später "50 Jahre Popmusik” feierte, war diese musikhistorisch fragwürdige Erkenntnis schon längst relativiert, genauso wie klar war, dass das Jahr 1955 nur ein symbolischer Zeitpunkt war, der bestenfalls das Ankommen des Rock’n’Roll im weißen Popmarkt markierte. Den großartigen afroamerikanischen Rhythm-&-Blues-Künstlern, die schon lange bevor der Stilbegriff erfunden worden war Rock’n’Roll spielten, Gerechtigkeit widerfahren zu lassen, ist das Ziel der Reihe "Early Black Rock’n’Roll” des umtriebigen Münchener Trikont-Labels. "Please don’t freeze”, der dritte Teil der Reihe, umfasst neben einigen Genre-Klassikern wie Muddy Waters’ "I Can’t Be Satisfied” oder Jimmy Reeds "Bright Lights, Big City” wieder jede Menge erstklassiger Nuggets: Etwa Ike & Tina Turners früher Hit "I Idolize You”, welcher in der von Phil Spector produzierten späteren Version zwar bekannter, hier aber noch explosiver ist. Auch Donnie Elberts "Wild Child” oder Dickie Thompsons Dicke-Hose-Fantasie "Thirteen Women And One Man” dürften selbst die wenigsten Blues-Experten im Schrank stehen haben. Großartiger, überwältigender, dreckiger, höchst vitaler und sexuell aufgeladener Stoff, der verantwortungsbewussten Mittelstands-Eltern der Fünfziger Jahre jeden erdenklichen Grund gab, ihre Sprösslinge vor dieser teuflischen "Dschungelmusik” schützen zu wollen. Zum Glück vergeblich, wie wir heute wissen...
Please Don't Freeze - Early Black Rock'n'Roll 3
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Bongartz. Musik in allen Formaten
Hauptstr. 56
91054 Erlangen
Tel: 09131 9080520



USt. ID: DE 261717343

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