Start Freitag ist Musiktag Freitag ist Musiktag abonnieren Empfehlungen suchen Veranstaltungen News Links Wir über uns
Freitag ist Musiktag
(Ausgabe 2014/39)
ältere Ausgabe anzeigen:
Liebe Musikfreunde,

morgen gibt haben wir wieder ein Plattenladenkonzert! Wir freuen uns sehr, euch mit Liv eine echte Newcomerin als Gast bei Bongartz präsentieren zu können. singt leise, intime, chansonhafte Lieder welche in ihrer unbeschwerten Experimentierfreude denen der Kolleginnen Hanne Hukkelberg oder Ane Brun nicht unähnlich sind.
Morgen, Samstag 27.9.2014 um 14:00 Uhr wird Liv ihre Songs live bei Bongartz präsentieren. Wir freuen uns auf die Songwriterin und auf euren zahlreichen Besuch, macht es für sie, uns und euch zu einem Fest. Wie immer gilt: Der Eintritt ist frei, aber unser Platz begrenzt. Wir empfehlen zeitiges Kommen.
Und wenn ihr schon mal da seid, könnt ihr natürlich auch vor oder nach Liv's Auftritt in unsere dieswöchigen Empfehlungen reinhören

beste Grüße und ein musikalisches Wochenende
Peter Bongartz mit Todde Jarks & Peter "Point" Gruner
Leonard Cohen "Popular Problems"
Der große Dichter verzaubert uns mit seinen Lieblings-Problemen
Leonard Cohen putzt seine Schuhe. Auf jeder Seite des Booklets, neben jedem Songtext, sieht man den alten Herrn auf dem Teppich sitzen und seine schwarzen Slipper wienern. Er bürstet und poliert das ganze Album hindurch. Was sagt uns das? Erstens: Der Mann mags gern etwas bedächtig und zwar nicht nur aufgrund seines Alters, wie er uns in "Slow”, dem ersten Song des Albums, glaubhaft versichert. Zweitens: Der gute Leonard verliert seinen knochentrockenen Humor nicht. Vermutlich wird er diese Welt mit einem geistreichen Witz auf den Lippen verlassen, aber noch ist es ja nicht soweit. Man kann "Popular Problems” getrost als Fortsetzung des 2012er Vorgängers "Old Ideas” verstehen (lässt sich irgendwer auf diesem Planeten köstlichere Albumtitel einfallen?): spartanisch arrangierte Songs, allein getragen von Cohens Grummelstimme und diesen herrlichen, doppelbödigen Texten, nur untermalt von einem langsamen Beat, ein bisschen Keyboard, einem angedeuteten Bass und - logisch, bei dem ewigen Womanizer - seelenwärmenden Damenchören. Die Tempi sind meist langsam, die Stimmung gedämpft, man braucht Zeit und Ruhe für diese Songs, die Cohen weitgehend mit Keyboarder Patrick Leonard komponiert hat. Doch obwohl auch auf dieser Platte kein neuer Ohrwurm, kein neues "Hallelujah”, kein "So long Marianne” zu finden ist, so hinterlässt einen das Werk doch hochbefriedigt: Das sarkastisch-philosophische "Almost like the Blues”, das freundliche, mit der lyrischen Einfachheit eines japanischen Haikus gedichtete "My Oh My”, der unheimlich pochende Frontbericht "Nevermind” oder das wunderbar gospelnde "Born in Chains”, all das ist Leonard Cohen in Glanzform. Das von einer tröstlichen Geige umgarnte "You Got Me Singing” beschließt das Album: "You got me singing/ even though the world is gone/ You got me thinking/ I’d like to carry on.”
PS: Die CD ist natürlich schon bei uns im Haus, aber das Vinyl erscheint leider erst am 3.10.14
Popular Problems
CD, LP 
  Reservierung / Versand  
  Video / Songbeispiel  
Liv "Build My Own World"
Pusteblumen-Folk-Pop-Jazz: Liv baut sich ihre eigene Welt
Build My Own World
CD 
  Reservierung / Versand  
  Video / Songbeispiel  
Das Leben geht bekanntlich reichlich verschlungene Wege, die nicht immer, aber immer wieder, zu guten Dingen führen. Hätte einer unserer geschätzten Stammkunden neulich nicht dem Spark-Konzert in unserem Laden beigewohnt und hätte er die Klassik-Crossover-Spezialisten nicht anschließend gefragt, ob sie bei ihm zuhause ein Wohnzimmerkonzert geben wollten und hätten diese nicht höflich abgelehnt und ihn dafür aber auf eine talentierte Singer-Songwriterin aufmerksam gemacht, die vielleicht an dem Job interessiert wäre, so hätte er uns nicht gefragt, ob wir Liv nicht bei uns im Laden spielen lassen möchten, damit sich für sie die Anreise auch lohnt. Und wir würden sie Euch jetzt nicht vorstellen. Was schade wäre, denn hätte-würde-wäre zum Trotz ist die in Karlsruhe lebende deutsch-norwegische Künstlerin eine echte Entdeckung (sonst hätten-würden-täten wir ja nicht zugesagt haben). Liv Solveig Wagner singt leise, intime, chansonhafte Lieder welche in ihrer unbeschwerten Experimentierfreude denen der Kolleginnen Hanne Hukkelberg oder Ane Brun nicht unähnlich sind. Warmes Gitarrengezupfe, Pianotupfer, Geige, Glockenspiel, Melodica, Akkordeon, Streicher, Trompete, Kontrabass aber kaum Schlagzeug - das Instrumentarium ist von bunter, verspielter Lieblichkeit - das setzt Livs volle, leicht herbe Stimme einen schönen Kontrast. Liv besingt in ihren verträumten, von Pop, Jazz und Folk gleichermaßen beeinflussten Liedern das "Paradise of Applebees”, die "Nordic Coastline” oder das "Bohemian Girl”, wechselt ab und zu ins Norwegische und mischt auch eine intime Version des Jazz-Standards "Like Someone in Love” unter. Eigentlich sollte man solche Musik mit einer Katze auf dem Schoss am Fenster einer Altbauwohnung hören, aber wir sind ziemlich sicher, dass sie auch bei uns im Laden funktionieren wird. Die CD gibt’s jetzt schon und am 27. September 2014 gibt Liv ein kleines, feines Ladenkonzert in eurem Lieblingsplattenladen.
Tweedy "Sukierae"
Father & Son: Der Wilco-Chef brilliert mit familiärer Unterstützung
Am Anfang fühlt man sich glatt ein wenig an Led Zeppelin erinnert: "Please don’t let me be so understood”, textlich eine knappe Abfuhr an eine Langweilerin, donnert in schönster "Physical Graffiti”-Weise. War das der Einfluss des in bester John-Bonham-Manier trommelnden Sohnemanns? Fest steht, dass Wilco-Chef Jeff Tweedy seinen Sohn Spencer zunächst lediglich als Schlagzeuger für sein erstes Solo-Werk engagieren wollte. Doch was als wirkliche Soloarbeit geplant war, entwickelte sich durch die stete Gegenwart und Hilfe des Sohnes zu einem "Soloalbum, aufgeführt von einem Duo", so Jeff Tweedy. Das Doppelalbum mäandert ungezwungen zwischen kernigen Seventies-Rock-Anleihen, versponnener Psychedelica, karger Americana, überirdisch schönen, folkigen Balladen wie "Wait For Love” und beatleesken Popsongs wie das herrlich lässige "Low Key” oder das schwerelose "Summer Noon”. Klingt also alles in allem irgendwie nach Wilco, auch wenn die Platte spontaner und weniger ausgeklügelt wirkt als die letzten Großwerke der Stammband. Wie das bei Doppel-Alben oft so ist: Nicht alles (aber vieles!) ist hier brillant, vieles wirkt bewusst skizzenhaft und trägt eher zur Atmosphäre bei. Aber das ist beim "White Album” der Beatles ja auch nicht anders...
Sukierae
CD, LP 
  Reservierung / Versand  
  Video / Songbeispiel  
David Orlowsky Trio "Klezmer Kings"
Der Klarinetten-Magier mit einer Hommage an die alten Klezmorim
Klezmer Kings
CD, LP 
  Reservierung / Versand  
  Video / Songbeispiel  
Das war nur eine Frage der Zeit: Nachdem sich Meister-Klarinettist David Orlowsky mit seinem famosen Trio von Album zu Album vom traditionellen Klezmer zugunsten einer eigenständigen, bestenfalls noch vom Klezmer inspirierten Klangsprache emanzipiert hatte, kehren sie nun zu den Ursprüngen des Genres zurück. "Klezmer Kings” ist ein Hommage an die Stars der blühende New Yorker Klezmerszene des frühen 20. Jahrhunderts Naftule Brandwein und Dave Tarras. Erstmals seit ihrer Debüt-CD verzichten Orlowsky, Gitarrist Jens-Uwe Popp und Kontrabassist Florian Dohrmann komplett auf eigenes Material, doch ihre seit jeher starke Verbundenheit mit der jüdischen Musik und ihre umfassende Kenntnis derselben, verbunden mit der unfassbaren Musikalität des Trios lässt diese uralten Kompositionen neu erblühen. Orlowsky, der sich auch schon in der Klassik als sensibler Virtuose empfohlen hat, spielt mit einer Wärme, Ausdruckskraft und lyrischen Tiefe, die unmittelbar berührt und, wie ein Kritiker einmal schrieb, die Klarinette "in ein menschliches Wesen verwandelt”. Auf die in dem Metier so gerne überstrapazierten Triller und Lacher kann er dabei getrost verzichten. Seine Begleiter folgen ihm dabei mit einer Sensibilität, wie sie nur jahrelanges Zusammenspiel und enge Freundschaft hervorbringt. Gänsehautmusik - vor allem auch live: Das David Orlowsky Trio gastiert am 10. Oktober 2014 (20 Uhr) in der Erlanger Markuskirche. Karten gibt es natürlich bei uns.
PS: Die CD ist natürlich schon vorrätig, aber die LP erscheint erst am 17.10.2014
Destroy All Robots "Destroy All Robots"
Liebevolle DeepHouse-Wucht mit Langzeitwirkung
Es ist natürlich schon eine Ansage, wenn ein elektronisches Musik-Ensemble sich "Destroy All Robots” nennt - immerhin steuert das Trio ja im weitesten Sinne "musikalische Roboter”. Wenn es aber so organisch, vielschichtig und dynamisch aus den Boxen wallt, ist der Übergang zu gewachsenen und lebendigen Sounds nur noch ein Quantensprung ... Außerdem haben wir es hier mit Musikern zu tun, die zumeist um die analogen Synthiewelt kreisen. Destroy All Robots müssen aber nicht mit ihrem Equipment hausieren gehen und allen vorführen, wie "oldschool” dieses klingen kann - das können wohl Menschen wie Petar Dundov eindrucksvoller. Vielmehr kreieren Omar J Neri, David Conti a.k.a. DDJ und Alessio Lavorini einen satten, vollmundigen und tanzbaren Klangkosmos, der irgendwo bei 123 "beats per minute” schwer groovend die Nachtfahrt ausleuchtet. Ihre sieben bis zehn minütigen Tracks taugen in voller Länge zum Abdriften und Wegfliegen ohne jemals langweilig oder gar einschläfernd zu wirken. Immer wieder nehmen die Tunes frische Wendungen und bleiben spannend. Die drei italienischen Elektroköche haben jedenfalls zu keiner Zeit die Soundspeise verdorben, sondern ein echtes Space-House-Happening gebruzzelt - che sapore splendido!
Destroy All Robots
CD 
  Reservierung / Versand  
  Video / Songbeispiel  
Bongartz. Musik in allen Formaten
Hauptstr. 56
91054 Erlangen
Tel: 09131 9080520



USt. ID: DE 261717343

Bei der Suche nach der richtigen Anlage für nachhaltige Musik empfehlen wir die kompetente Beratung von:

HiFi Forum Baiersdorf
Breslauer Str. 29
91083 Baiersdorf
Tel: 09133 / 60629-0
Fax: 09133 / 60629-60
E-Mail: mail@hififorum.de
Impressum Datenschutzerklärung