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Freitag ist Musiktag
(Ausgabe 2016/26)
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Liebe Musikfreundinnen & -freunde,

vielen Dank an alle Helfer, Mitarbeiter, Musiker, Kollegen und natürlich an euch, die ihr den Tag der Altstadt letzte Woche zu so einem Fest gemacht habt. Tolle Stimmung & nette Menschen, wegen uns dürfte die Hauptstraße immer gesperrt sein.
Aber auch ohne Straßensperrung können wir euch das nächste Highlight schon ankündigen: Wir freuen uns riesig am Samstag, 16. Juli 2016 um 15:30 Uhr als Gast bei uns im Laden begrüßen zu können. Die wunderbare Songwriterin spielt abends ein Duo-Konzert im (Karten übrigens bei uns :-) und kommt vorher zu einem kurzen Plattenladenkonzert zu Bongartz - Musik in allen Formaten. Wer das verpasst ist wirklich selber schuld ;-)
Und weil bis dahin ja noch viel Zeit ist, möchten wir euch noch mehr Livemusik in der kommenden Woche ans Herz legen: Am Mittwoch, 29. Juni 2016 präsentiert euch Bongartz - Musik in allen Formaten im Erlanger E-Werk. Handgemachtes, ehrlich authentisches, bayerisches Liedgut - gerade live eine sehr charmante Geschichte.

beste Grüße, ein musikalisches Wochenende und buy local
Peter Bongartz mit Todde Jarks & Peter "Point" Gruner
Leyla McCalla "A Day For The Hunter, A Day For The Prey"
Ergreifender Cello-Folk zwischen Haiti und Louisiana
Nachdem uns ihr minimalistisches Solo-Debüt "Vari Coloured Songs” schon restlos überzeugt hat, hat sich Leyla McCalla für ihr zweites Album - zuvor war sie Mitglied der wunderbaren Carolina Chocolate Drops - nun ein wenig musikalische Verstärkung ins Studio geholt. Wobei auch "A day for the hunter, a day for the pray” mit minimalen Mitteln maximale Wirkung erzielt. Die US-amerikanische Cellistin, Sängerin und Songschreiberin ist als Kind haitianischer Einwanderer ganz nah dran an der Schnittstelle zwischen creolischem Folk und der reichen Tradition des US-amerikanischen Südens. Dabei ist es nicht nur ihr für das Genre ungewönliche Hauptinstrument, welches hier teilweise um Banjo, Viola, Gitarre und Kontrabass verstärkt wird, das ihren Mix aus Blues, Folk, Cajun und Oldtime-Jazz so außergewöhnlich macht. McCalla singt auf englisch, französisch und creolisch, wobei sie mit ihrer ausgewogenen Stimmfarbe und ihrer schnörkellosen Phrasierung stets dirket in Herz der Songs vordringt. Dabei spielt es kaum eine Rolle ob diese aus eigener Feder stammen oder ob sie Fremdkompositionen und wenig bekannte Traditionals in ihr eigenes Universum überführt. Und trotz der nach wie vor spartanischen Instrumentierung zaubert sie eine äußerst breite Palette an Stimmungen: "Bluerunner” zum Beispiel ist ein fröhliches Cajun-Instrumental, das folgende "Vietnam” eine bewegende, düstere Folk-Ballade im Geiste von Alela Diane und das haitianische Traditional "Peze Café” mit dem fantastischen Marc Ribot an der Gitarre eine melancholische Rumba. Ein genauso eigenwilliges wie eingängiges Folk-Album - erfrischend!
A Day For The Hunter, A Day For The Prey
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Kevin Morby "Singing Saw"
Dunkel, mystisch und wunderschön: ein folkiges Meisterstück von einem großen Talent
Singing Saw
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Dass Kevin Morby mal Bassist bei einer Band namens The Woods und Frontman bei The Babies war, muss man nicht unbedingt wissen. Denn dieses, sein drittes Soloalbum, stellt für den 28-jährigen US-amerikanischen Songwriter zweifellos einen Quantensprung dar. "Singing Saw” bietet hypnotischen, fesselnden Folkrock von einer Eindringlichkeit und Eigenheit, wie sie äußerst rar geworden ist. Von der Stimmfarbe her erinnert der Gute ein wenig an den "schön” singenden Dylan der Nashville-Skyline-Periode - doch während der Bob jener Jahre bewusst die Leichtigkeit anstrebte, geht Kevin voll in die Tiefe. Und weil man mit dem Dylan-Vergleich schon so manche Karriere zerstört hat, schieben wir gleich mal die Assoziationen Lou Reed, Neil Young, Leonard Cohen und Lee Clayton hinterher. Songs wie das unglaubliche "I have been to the mountain” oder der Titelsong ziehen einen mit Macht in einen atmosphärischen Songwriter-Kosmos, der genauso tröstlich und wärmend wie unheilvoll und gefährlich wirkt. Morby sucht und findet Schönheit, doch immer schwingt ein dunkles Verderben in seinen poetischen Betrachtungen mit. Eine Stimmung, die so gegensätzliche Songs wie das in bester Velvet-Underground-Manier rockende "Dorothy” und das lakonisch schunkelnde "Destroyer” vereint. Gelegentliche Streicher-, Chor- und Bläsereinwürfe bereichern die semi-akustische Instrumentierung ohne sie zu überdecken. Das Songwriting ist durchweg exzellent - nur Killer, keine Filler, wie man so schön sagt. Ganz großes Talent!
William Bell "This Is Where I Live"
Der zu wenig bekannte Soul-Altmeister mit einem starken Comeback
"There are more rooms in a house to live in than the bedroom” - es sind solche Weisheiten, für den wir den klassischen Soul lieben (genauso wie den Blues und den Country) und die wenige so überzeugend singen können wie William Bell. Der startete seine Karriere bereits in den Sechziger Jahren beim einflussreichen Stax-Label, hatte aber aus wenig nachvollziehbaren Gründen nie den Erfolg von Kollegen wie Otis Redding oder Wilson Pickett und blieb Zeit seines Lebens ein Geheimtipp unter Soul-Kennern. Nun beschert uns der Verkannte nach zehn Jahren Funkstille ein wunderbares Oldschool-Soul-Album, sein erstes bei Stax seit 40 Jahren. Die 12 Songs auf "This is where I live” bieten den klassischen Stax-Sound mit erdigen Midtempo-Grooves, markanten Bläsersätzen, warmer Orgel und schlanker Gitarre, wobei sie - auch dies ist gute Tradition im Memphis-Soul - auch keine Berührungsängste vor benachbarten Genres wie Blues oder Country zeigen. William Bell profiliert sich auf seine alten Tage noch einmal als herausragender Songwriter und empathischer Sänger, dem vielleicht schon immer die ekstatische Selbstentäußerung oben genannter Kollegen fehlte, dessen Gesang aber dafür von großer Lebensweisheit und unprätentiöser Aufrichtigkeit geprägt ist. Es ist selten, dass man ein Alterswerk als Einstieg in den Kosmos eines wenig bekannten Künstlers empfiehlt, doch hier kann man dies vorbehaltlos tun. Was für ein Comeback!
This Is Where I Live
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Lakou Mizik "Wa Di Yo"
Haiti lebt: Famose afro-karibische Tanzsause aus dem gebeutelten Land
Wa Di Yo
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Endlich mal gute Nachrichten aus Haiti: Nachdem die Karibikinsel 2010 von einem verheerenden Erdbeben heimgesucht worden war, liegt die Wirtschaft des auch schon zuvor nicht gerade florierenden Landes am Boden. Nicht aber die Seele der Menschen, wie auf diesem wunderbaren Album unschwer zu hören ist. Lakou Mizik wurde vom Gitarristen Steve Valcourt, dem Sänger Jonas Attis und dem amerikanischen, durch seinen Film über die Sierra Leone's Refugee All Stars bekannten Regisseur Zach Niles gegründet. Der Albumtitel "Wa Di Yo" bedeutet auf Deutsch: Sagt ihnen, wir sind immer noch hier! Die Musik der Band ist eine brodelnde, extrem tanzbare Mischung aus Voodoo-Rhythmen, der Straßenmusik Rara, sozialkritischem Songwriting und haitianischem Gospel, geprägt von reichlich Perkussion, Bass, Gitarre, Akkordeon, kräftigen Chören und zwei Cornets, trompeten-ähnliche Blasinstrumente ohne Ventile, die mit unserem Kornett in Sound und Optik recht wenig zu tun haben. "Wa Di Yo” empfiehlt sich allen Afro- und Latin-Liebhabern (und denen, die es werden wollen) auch jenseits der offenbar recht politischen (aber uns unverständlichen) Texte als flockige, energetische Sommerplatte - mit deren Hilfe man auch bei grauem Himmel die Hitze herbei tanzen kann.
Neu in unserem DVD-Ständer
Feine Filme fürs Sofa
Film "Am Ende Ein Fest"
Eine intelligente Komödie über Sterben und Selbstbestimmung
Inhalt:
"Am Ende ein Fest" ist ein israelisch-deutscher Spielfilm aus dem Jahr 2014. Im Mittelpunkt steht eine Seniorengruppe, die sich im Altersheim um den 72-jährigen Yehezkel (Ze'ev Revach), einen Tüftler und Erfinder, zusammengeschlossen hat: Sie wollen Max, einem schwerkranken Freund, das Sterben erleichtern. Zusammen mit einem pensionierten Tierarzt, der die Beruhigungsmittel besorgt, und einem ehemaligen Polizisten, der die Beweise verwischen soll, suchen sie nach dem besten Weg, um Max' Wunsch zu erfüllen. Da sich jedoch keiner tatsächlich dazu überwinden kann, Max zu töten, baut Yehezkel eine Maschine, mit der der Sterbende sich selbst töten kann. Schon bald ist diese Maschine in aller Munde, und Menschen aus ganz Jerusalem strömen zu dem Altersheim, um ihre Liebsten von Leid und Gebrechen zu befreien. Anfangs geben Yehezkel, seine Frau Levana und Dr. Daniel dem Andrang der Sterbewilligen nur zögernd nach. Doch dann erklärt sich die eingeschworene Truppe immer motivierter dazu bereit, letzte Wünsche zu erfüllen. Währenddessen verschlechtert sich der Zustand von Yehezkels Frau Levana, die an Alzheimer leidet. Und dann muss Yehezkel selbst eine Entscheidung treffen ... Mit "Am Ende ein Fest" gelingt es Sharon Maymon und Tal Granit, das sensible Thema vom Altwerden und dem Willen zur Selbstbestimmung auf melancholisch-humorvolle Weise zu behandeln, frei von Rührseligkeit und Klischees.
Pressestimmen:
"Einfühlsame Dramedy über eine Freundesgruppe in einem Jerusalemer Altersheim, die sich mit dem Thema Sterbehilfe auseinandersetzen und notgedrungen eigene Lösungen finden muss. Stark gespielt und inszeniert, weiß der Film klug und differenziert mit dem Thema umzugehen – und dass sich mit dem Tod durchaus spaßen lässt." (epd-Film)
"(...) aber das Resultat ist ein Film, der den Tod ungeschönt thematisiert, ohne einen dabei kalt zu lassen."(Entertainment weekly)
"So ist der Film nicht nur ein Plädoyer für die Freiheit bis in den Tod. Er zeigt auch, wie schwer es selbst Sterbehilfebefürwortern und Tötungsmaschinenbastlern fällt, Abschied zu nehmen, wenn es um die eigenen Lieblingsmenschen geht. Die Liebe muss dann nicht klein genug, sondern eher groß genug sein, um den anderen ziehen zu lassen. "(Die Zeit)
Am Ende Ein Fest
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Bongartz. Musik in allen Formaten
Hauptstr. 56
91054 Erlangen
Tel: 09131 9080520



USt. ID: DE 261717343

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