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Freitag ist Musiktag
(Ausgabe 2016/50)
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Liebe Musikfreundinnen & -freunde,

nur mal so ein kleiner Wink, gut ausgesuchte Musik ist ein so schönes Geschenk und kann - gut gewählt - das Herz der oder des Beschenkten bis weit über Weihnachten hinaus erfreuen ;-) Solltet ihr aber eventuell Geschenke für eure Mitarbeiter, die Erzieherin im Kindergarten, die Klassenlehrerin, die Haushaltshilfe... suchen und den Geschmack nicht genau kennen empfehlen wir - und das heißt in dem Fall wir alle von - den Altstadt-Taler. Diesen wunderbaren Silberling könnt ihr in knapp 30 Läden der Erlanger Altstadt einlösen (natürlich auch bei uns) und ich bin sicher, in all diesen feinen Läden findet jeder ganz sicher was. Und noch besser: Im Moment bekommt ihr den Altstadt-Taler bei unserer Bude auf dem Altstädter Weihnachtsmarkt mit einem Benefit, denn wenn ihr dort 10 Stück kauft bekommt ihr einen geschenkt.
So und nun vor unseren Empfehlungen zum 3. Advent noch einen Konzerttipp: Am morgigen Samstag präsentiert euch Bongartz - Musik in allen Formaten Martin Kohlstedt im . "Kohlstedts Spiel ist keine Inszenierung eines Werkes, sondern das musikalische Gespräch mit seinen Instrumenten selbst", in diesem Sinne

beste Grüße und einen musikalischen 3.Advent
Peter Bongartz mit Todde Jarks & Peter "Point" Gruner
Steve Dawson "Solid State & Loose Ends"
Der Kanadier erweist sich als Meister nordamerikanischer Rootsmusik
Ähnlich wie sein US-amerikanischer Kollege Joe Henry ist der kanadische Gitarrist, Sänger und Songschreiber Steve Dawson einer jener Musiker, die als Produzent und Sessionmusiker so gefragt sind, dass ihr eigenes musikalisches Schaffen darüber etwas in den Hintergrund gerät. Schade eigentlich, denn der Mann, der unter anderem Alben von Kelly Joe Phelps, Old Man Ludecke oder Jim Byrnes produziert hat, entpuppt sich auf seinem siebten Album "Solid State & Loose Ends” ein weiteres mal als ein außerordentliches Talent in Sachen amerikanischer Roots-Musik. Die Grenzen zwischen Country, Blues, Folk und Southern-Swamp-Rock sind bei ihm fließend, sein Songwriting ist durchgehend souverän und äußerst vielfältig. Zum Basis-Backing von Drums und Bass gesellen sich Mandoline, Orgel, manchmal eine Geige, ein Akkordeon oder Bläser. Das Highlight ist freilich Dawsons exzellentes Spiel auf der Slide- und Pedal-Steel-Gitarre, das so flüssig und inspiriert klingt wie bei den größten Meistern der Zunft. Und auch klanglich lässt das Album keine Wünsche offen.
Solid State & Loose Ends
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Child "Blueside"
A new Child is born: Mächtig grummelnder Doomblues aus Melbourne
Blueside
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Sie erfinden eigentlich nichts neu, machen es dafür aber umso genialer: Child, die Doomblueser aus Downunder. Doomblues? Ja, denn genau zwischen diesen beiden Polen pendelt das Trio jetzt schon zum zweiten Mal mit traumwandlerischer Sicherheit. Die Gitarren spielen die herrlichsten Bluesriffs, aber im dritten Kellergeschoss. Die Fuzz-Effekte und angeschlagenen Bass-Saiten knurren und grummeln hier und da wie eine zu groß geratene Ausgabe des Hundes von Baskerville. Dazu singt Mathias Northway in bester Gary Clark Jr. Manier treffsichere Lines und das von Michael Lowe vortrefflich bearbeitete Schlagwerk schafft den Spaget den Sound der Band schleppend voran zu treiben ... das hat Druck, Groove und geizt nicht mit schwerwiegender Heavyness. Auch wenn Teile dieser Platte von frühen Black Sabbath nicht hätten besser gemacht werden können, tummelt sich "Blueside” eindeutiger im Blues, als das Debüt von Child - nicht nur wegen des Titels. Eine Platte, die für eingefleischte Bluesrocker genauso spannend sein kann wie für Metaller, die über den Tellerrand hinaus schauen können und psychedelischen Blues vertragen.
Konstantin Wecker "Ohne Warum - Live"
Die Seele berühren
Der Turnus einem Studioalbum eine Tour und dann ein Livealbum folgen zu lassen, hat bei Konstantin Wecker ja schon lange Tradition, 17 mal hat er das schon gemacht. Nun also "Ohne Warum – Live". 16 Stücke hat er für das Album ausgesucht, Klassiker wie "Es ist schon in Ordnung" aber natürlich auch Neues wie "Der Krieg" oder "Ich habe einen Traum". Sie alle vereinen Poesie und Widerstand, Liebe und Zärtlichkeit. Und sie wärmen in der kalten Jahreszeit wie der schöne Sommer. Das liegt natürlich auch an der mal wieder besonderen Band, die der Münchner um sich gescharrt hat: Pianist Jo Barnikel, die bezaubernde Cellistin Fany Kammerlander, die Multiinstrumentalisten Wolfgang Gleixner und Jens Fischer Rodrian sowie der Ausnahme-Gitarrist Severin Trogbacher tragen Weckers Worte, untemalen und unterstützen und Konstantin Wecker ist eben Konstantin Wecker: Er erzählt, singt, stöhnt, poetisiert, träumt und beißt. Wer das bislang nicht mochte braucht auch dieses Album nicht, für alle anderen: Es tut gut!
Ohne Warum - Live
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Madeleine Peyroux "Secular Hymns"
Die Jazz-Blues-Sängerin auf der Höhe ihrer Interpretationskunst
Secular Hymns
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Der Grat zwischen Stiltreue und Selbst-Plagiat ist ein sehr schmaler und Madeleine Peyroux balanciert darauf seit mittlerweile 20 Jahren mit beeindruckender Sicherheit. Soll heißen: Ja, ihre Alben klingen meist recht ähnlich. Der Grund, warum man ihr trotzdem immer noch gerne zuhört, liegt schlicht in der unbestreitbaren Klasse ihrer Interpretationskunst. Ihre "Secular Hymns” hat die Sängerin mit dem Kontrabassisten Barak Mori und dem Gitarristen Jon Herington aufgenommen, mit denen sie seit einigen Jahren auch live als Trio unterwegs ist. Innerhalb dieses äußerst sparsamen, reduzierten Umfelds, umgeben von ihren blind aufeinander eingespielten Musikern, läuft Peyroux zu besonders großer Form auf. Das eröffnende, in typischer Peyroux-Manier swingende "Got you on my mind” hat sie bereits für ein gleichnamiges älteres Album aufgenommen, doch die Neuaufname rechtfertigt sich durch eine ultralässige Regennacht-Atmosphäre, in der die Verlassenheit der Protagonistin fast physisch spürbar wird. Auch Tom Waits ("Tango till they’re sore”) überrascht in diesem Kontext nicht, wobei der gestrichene Bass und die hingetupfte Stakkato-Gitarre der Nummer dann doch einen sehr eigenen Dreh verschafft. Peyroux und ihre Männer vertiefen sich in Songs von Townes Van Zandt, alten Blues von Sister Rosetta Tharpe, wagen sich gar an Linton Kwesi Johnsons ewig aktuelles Reggae-Pamphlet "More Time” und überraschen mit einer extrem coolen Version von Allen Toussaints Funk-Klassiker "Everything I do gonna be funky” - keine Frage, die Frau hat Geschmack. Und eben dieses samtig-raue, lässig verschlafene Billie-Holiday-Timbre, mit dem sie einen jedesmal aufs Neue rumkriegt.
Alice Sara Ott "Wonderland"
Die Münchener Pianisten entführt uns ins klassische Feen-Land
Dass die Musik des norwegischen Romantikers Edvard Grieg mit den Mythen seiner Heimat aufs Tiefste verbunden ist, zeigt schon allein seine farbenprächtige "Suite aus Peer Gynt", zu der das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks unter der Leitung des finnischen Dirigenten Esa-Pekka Salonen lyrische Stücke und Ausschnitte auf dem zweiten Konzertalbum Alice Sara Otts ergänzt. So lag der Titel des Albums "Wonderland" geradezu auf der Hand. Und dies umso mehr, als die Pianistin ja selbst so etwas wie eine Märchengestalt auf den Tasten ist. Griegs Klavierkonzert a-Moll, das sich im Charakter an Schumanns Klavierkonzert anlehnt, klingt in ihrer Interpretation hinreißend differenziert und ausgewogen. Wenn man Alice Sara Ott beim spielen zuschaut, genießt man zu jedem Zeitpunkt wie tief sie in ihrer Musik und in ihren Interpretationen versinkt. Beim bloßen Hören fehlt dieser Eindruck natürlich und dennoch versinkt man ganz leicht in ihrem "Wonderland”.
Wonderland
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Bongartz. Musik in allen Formaten
Hauptstr. 56
91054 Erlangen
Tel: 09131 9080520



USt. ID: DE 261717343

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