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Freitag ist Musiktag
(Ausgabe 2015/35)
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Liebe Musikfreunde, liebe Musikfreundinnen

die letzte August-Ausgabe von 'Freitag ist Musiktag' bedeutet auch, dass es die letzte Ausgabe ist, die euch ein paar Musiken empfiehlt, die ihr vielleicht schon kennt oder gar schon bei uns im Laden gekauft habt ;-)
Allen, die jetzt ihren Urlaub noch vor sich haben, wünschen wir einen schönen solchen und für alle, die schon wieder da sind (und natürlich auch für alle anderen), haben wir schon einen Termin, auf den ihr euch freuen könnt: Am Samstag, den 26. September 2015 stellt Torsten Goods, der gerade erst das Festival-Gelände am Dechsendorfer Weiher in einen Club verwandelt hat, sein neues Album "Thank You Baby!" (VÖ 25.9.2015) live bei uns im Laden vor, unbedingt vormerken!

beste Grüße und ein musikalisches Wochenende
Peter Bongartz mit Todde Jarks & Peter "Point" Gruner
Nathaniel Rateliff & The Night Sweats "Nathaniel Rateliff & The Night Sweats"
In der Brust eines Brummifahrers schlägt ein Herz voller Soul: Nathaniel Rateliff findet seine Bestimmung
Nein, der Mann steuert in seinem anderen Leben keinen 40tonner über den Highway, selbst wenn das Cover so eine Assoziation zulässt. Auch sind die Zeiten seines knorrigen Neo-Folk vorbei, denn Nathaniel Rateliff kommt jetzt mit Band. Und The Night Sweats machen ihrem Namen alle Ehre und somit manchmal richtig Dampf. Das kann schweißtreibend soulig grooven, oder auch mal etwas entspannter sein, aber immer ist es voller Energie. Und was Nathaniel mit seinen Vorgänger-Alben nur bedingt gelang, kommt hier zum absoluten Durchbruch: hymnenhaftes Songwriting! Schon jetzt könnten die Songs von Nathaniel Rateliff & The Night Sweats echte Klassiker sein; zumindest glaubt man es kaum, dass diese Soul-Würmer mit minimaler Country-Note tatsächlich alle aus seiner Feder stammen. "I Need Never Get Old”, "Howling at Nothing” oder "Wasting Time” sind alles Songs, die man auch auf einer "Best Of 60s Soul” erwarten könnte ... naja, und den Rest eigentlich auch. Dass dieses unglaubliche Album beim altehrwürdigen Label Stax erscheint, ist somit nur die logische Konsequenz. Nathaniel Rateliff stellt mit seinem neuesten Wurf so ziemlich alles in den Schatten, was in letzter Zeit unter dem Begriff Retro-Soul zu hören war und erklimmt noch als Geheimtipp den Soulymp! Eine Platte, die man so schnell nicht aus dem Player oder vom Teller bekommen wird und die nicht nur wegen des Klangs lange hachhallt - Wahnsinn!
Nathaniel Rateliff & The Night Sweats
CD, LP 
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Ron Sexsmith "Carousel One"
Noch eine Perle vom ewig verkannten Songwriter-Genie
Carousel One
CD, LP 
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Ron Sexsmith lächelt. Nicht dass wir den allseits geschätzten kanadischen Songwriter bisher als notorischen Miesepeter wahrgenommen hätten, doch das ungewöhnlich freundliche Covermotiv des neuen Albums lässt doch positive Schlüsse auf den Inhalt zu. Und tatsächlich: "Carousel One” ist ein auffallend optimistisches, humorvolles Ron-Sexsmith-Album. Sein Vorrat an bemerkenswert schönen, zu Herzen gehenden Melodien scheint ihm nicht auszugehen und auch der musikalische Background bleibt vertraut: Seventies-Songwriter-Pop, Folk, Rock’n’Roll und Country fließen in diese herzerwärmenden Songs ein, die überraschend empathisch und lebensbejahend klingen. Unterstützt wurde Sexsmith von versierten Studioveteranen (u. a. Bob Glaub, Jon Graboff und Don Heffington), welche genau in der richtigen Schnittmenge zwischen ökonomischer Zurückhaltung und ausgelassener Spielfreude musizieren. Vermutlich wird auch "Carousel One” am Status dieses begnadeten, ewig verkannten Musikers wenig ändern, uns Eingeweihten zeichnet diese Prachtstück allerdings ein ähnlich glückliches Lächeln auf die Lippen wie seinem Schöpfer. PS: Wir präsentieren euch Ron Sexsmith live am 2.11.2015 im Erlanger E-Werk
Oum "Soul Of Morocco"
Betörender Orient-Folk-Pop aus Marokko
Es ist derzeit fast unmöglich, nicht bei jeder Musik, die aus dem arabischen Raum zu uns kommt, reflexhaft auf die aktuellen, wenig erfreulichen weltpolitischen Ereignisse Bezug zu nehmen - und die Musik als interkulturrellen, alle religiösen, kulturellen und rassistischen Vorurteile überwindenden Gegenentwurf zu Intoleranz, religiöser Verblendung und tumben Nationalismus zu preisen. Aber es stimmt eben im Falle der marokkanischen Sängerin Oum ganz besonders: So wie diese Musik klingt, sollte die ganze Menschheit sein: Weltoffen, selbstbewusst, optimistisch, empathisch, fantasievoll, verspielt, kreativ. Oum, eine mit einer starken, warmen, frei phrasierenden Stimme gesegnete Frau, kreiert mit ihrer teils französischen, teils nordafrikanischen Band, einen modernen Orient-Sound, der mit spielerischer Leichtigkeit arabische Rhythmik und Melodik mit Pop, Jazz, Flamenco und Tuarek-Elementen vereint und dabei so selbstverständlich und locker klingt, wie vollkommen organisch gewachsene Kunst. Nordafrikanische Perkussion trifft auf spanische und elektrische Gitarren, Flöten, Oboe oder English Horn und Oum singt wie die aufgehende Morgensonne. Wem orientalische Musik mit ihren für westliche Ohren gewöhnungsbedürftigen Vierteltonsprüngen zu anstrengend ist, sollte hier mal ein Ohr riskieren (Orient-Afficiandos sowieso): "Soul of Morocco” klingt bunt, prall und exotisch, fährt dabei ohne Umschweife ins Ohr und in die Beine und hat, nun ja: jede Menge Soul. Hierfür packe ich mal ein Adjektiv aus, welches ich normalerweise scheue wie der Teufel das Weihwasser: magisch.
Soul Of Morocco
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Leon Bridges "Coming Home"
Vermutlich das beste Soul-Album des Jahres
Coming Home
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Retro-Soul-Alben gibt es derzeit mehr als genug. Was unterscheidet die Spreu vom Weizen? Der 25-jährige Texaner Leon Bridges ist hierfür ein gutes Beispiel: Während die meisten seiner Kollegen und Kolleginnen den typischen Sound, die Produktionsmethoden und den Songwriting-Stil der Stax-, Atlantic- und Motown-Ära lediglich um seiner selbst Willen reproduzieren, so geht es bei Bridges ganz offensichtlich nicht um die Verpackung, sondern um den Inhalt. Was bei den ersten Tönen noch daherkommt wie eine weitere Sam-Cooke-Jackie-Wilson-Otis-Redding-Gedächtnisplatte, entpuppt sich schnell als das Manifest eines jungen Künstlers, der den Sound der Prä-Beatles-Ära ganz offensichtlich als ideales Ausdrucksmittel für sein kreatives Talent entdeckt hat (Während viele einen auf Retro machen um von ihrer eigenen Ideenlosigkeit abzulenken). Vom dringlichen Rhythm&Soul des Titelsongs über das hypnotisch swingende "Brown Skin Girl” zum beherzt rockenden "Flowers” und dem traumhaft gospelnden "River” zum Schluss - hier ist ein großer Songwriter und phänomenaler Sänger am Werk, der sein Herz sprichwörtlich auf der Zunge trägt und fähig ist, die Seele seiner Zuhörer ohne Umwege zu erreichen. Nebenbei: Tolle Band, schöne Background-Chöre, warme, erdige, sehr "anaolog” klingende Produktion. Hier stimmt einfach alles.
Rickie Lee Jones "The Other Side Of Desire"
Starkes neues Album der amerikanischen Traumtänzerin
Bei Rickie Lee Jones kann man nie so genau wissen, was einen erwartet. Nach der großartig lärmig-poetischen Rockplatte "The Sermon on Exposition Boulevard”, den düsteren Chansons von "Balm in Gilead” und dem Coveralbum "The Devil You Know” überrascht uns die Songschreiberin nun mit dem vielleicht zugänglichsten Album ihres Alterswerks. "The Other Side Of Desire” bedient sich der Zutaten ihrer klassischen Alben - Rhythm&Blues, Jazz, Folk, Pop - und erreicht immer wieder auch deren Klasse. Songs wie "Jimmy Choos”, die innige Piano-Ballade "Feet On The Ground” oder das eingängige "Blinded By The Hunt” gehören zum Besten, was man in den letzten Jahren von Rickie Lee Jones gehört hat. Ihre Stimme mag an Sicherheit verloren haben, an Klasse hat sie keine Einbußen und ihre Lyrics weisen sie hingegen noch immer als eine der stärksten Poetinnen ihrer Zunft aus, die sich vornehmlich Außerseiter-Charakteren oder der eigenen Verlorenheit in der Welt widmen. Begleitet wird sie von Musikern aus ihrer Wahlheimat Louisiana, die den Songs mit sparsamen Mitteln eine bluesige, von Cajun und Swamp-Blues durchwehte Atmosphäre verleihen. Und ebenso ist der Geist ihres Ex-Lovers und Geistesverwandten Tom Waits hier stets präsent. Auch mit Anfang 60 bleibt die Jones eine Träumerin, eine melancholische Tänzerin, die noch immer fähig ist, jeden rissigen Gehsteig in eine Leiter in den Himmel zu verwandeln.
The Other Side Of Desire
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Bongartz. Musik in allen Formaten
Hauptstr. 56
91054 Erlangen
Tel: 09131 9080520



USt. ID: DE 261717343

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