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Freitag ist Musiktag
(Ausgabe 2014/30)
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Liebe Musikfreunde,

Nächste Woche beginnen nun auch in Bayern die Sommerferien, mit und sind am Wochenende gleich zwei ganz wunderbare Open-Air-Veranstaltungen und am Mittwoch folgt mit schon die dritte. Die Vorbereitungen für das laufen auf Hochtouren und das steht in den Startlöchern. Bei einigen dieser Veranstaltungen sind wir mit einem Stand vor Ort, bei manchen auch einfach "nur" als Gast. Mit einem Wort es ist Sommer! Traditionell werdet ihr im August deshalb einige Empfehlungen in 'Freitag ist Musiktag' findet, die ihr vielleicht schon mal gelesen habt. Gute Musik hat ja kein Verfallsdatum und während der WM oder auch am Anfang des Jahres ist die ein oder andere Empfehlung vielleicht durchgerutscht, die wir euch auf diese Weise noch mal an Herz legen möchten. Natürlich werden wir aber wie jedes Jahr auch 2014 ein paar ganz frische Empfehlungen drunter mischen ;-)
Einen wichtigen Hinweis zum Schluss: Da auch bei uns Urlaubszeit ist, haben wir im August Montags erst ab 12:00 Uhr geöffnet, ansonsten bleibt alles wie gewohnt.

Jetzt aber viel Spaß mit unseren dieswöchigen Tipps,

beste Grüße und ein musikalisches Wochenende
Peter Bongartz mit Todde Jarks & Peter "Point" Gruner
My Bubba "My Bubba Goes Abroader"
Origineller, entspannter World-Folk aus Skandinavien
Kommt optisch daher wie so ein tropisches Electro-Chillout-Ding, klingt die ersten Sekunden wie eine esoterische Meditationsmusik und dann plötzlich wie das, was My Bubba sind: Ein skandinavisches Frauen-Duo mit einem herrlich entspannten, exotischen World-Folk-Pop-Sound. "Island”, der erste Song, klingt so wie es sich anfühlen muss, wenn man sie tatsächlich gefunden, die einsame Insel, wo alle Sorgen so fern sind wie Regenwetter und überzogene Dispos. Eine Akustikgitarre schaukelt sich in einem lässigen Offbeat-Rhythmus, ein Kontrabass wiegt sich in der warmen Brise und eine sanfte Frauenstimme singt, dass es ihr leid tue, dass sie ihn hat sitzen lassen. Das bisschen Melancholie lässt sich freilich recht gut ertragen, in der Hängematte, Kokosmilch schlürfend. Bei der nächsten Nummer singen sie zu nichts als einem klappernden Rhythmus. Einfache, direkte, fast unschuldige Musik, welche sich nicht nur von karibischen Stilen, sondern vor allem auch von altem Folk und Country inspieren lässt. Und genau dies rettet My Bubba vor dem Abdriften in gefällige Wellness-Gefilde: Ihre Erdung im Folk und die damit verbundene Fähigkeit, Geschichten zu erzählen. Wenn es eine bessere Sommermusik gibt, dann wollen wir die hören!
My Bubba Goes Abroader
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Various "The Original Rhythm Of Gipsy Rhumba In Spain 1965 - 1974"
The real Gipsy Kings: Spanischer Gipsy-Rumba der Sechziger Jahre
The Original Rhythm Of Gipsy Rhumba In Spain 1965 - 1974
CD, LP 
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Die Compilation "Gipsy Rhumba" aus dem Hause Soul Jazz führt uns zurück ins Spanien der 1960er-Jahre: Im katalanischen Teil Spaniens vermischten Angehörige der Kalé, einer Untergruppe der Roma, die in erster Linie als Miterfinder des Flamenco bekannt ist, Karibikklänge, kubanische Rumba, Flamenco und amerikanischen Rock ’n’ Roll. Will man das Ergebnis dieser Experimentierfreude beschreiben, kommt man nicht umhin, sämtliche Spanien- und Gypsy-Klischees zu bemühen: Temperamentvoll, feurig, leidenschaftlich, ungestüm. Oft klingt diese von herzhaft geschlagenen spanischen Gitarren, atemloser Percussion, schmetternden Bläsern und kehligen Gesänge dominierte Musik wie eine raue Blaupause für die weitaus glatteren Gipsy Kings. Das hier ist zweifellos der authentischere Stoff. Ein Highlight: Die superschnelle "Tequila”-Version von Juncal Y Sus Calistros.
Printer Clips "Printer Clips"
Der Frauenflüsterer: Paul Noonan mit einem wunderschönen Duett-Album
Ach du schönes Singer-Songwriter-Leben: Paul Noonan alias Printer Clips, uns bekannt als Sänger der famosen irischen Band Bell X1, hat seine Gitarre und sein Aufnahmegerät eingepackt und seine vielen Freundinnen besucht - um mit ihnen ganz zwanglos ein paar Songs aufzunehmen. Wohnzimmer, Schlafzimmer, Badezimmer und Küchen waren die improvisierten Studios in denen diese leisen, intimen Duette auf Festplatte gespeichert wurden. Unter Pauls neun Gastgeberinnen und Sangespartnerinnen finden sich Namen wie Lisa Hannigan, Martha Wainwright, Joan as Policewoman oder Julia Stone. Doch im Gegensatz zu den meisten anderen Duett-Platten hält diese hier eine durchgehende, homogene Stimmung. Von der süßen Romantik von "The Snowman” (mit Gemma Hayes) bis zum herben Country-Flair von "Mrs Winchester” (mit Martha Wainwright) bieten die Songs zwar durchaus Abwechslung - doch erstaunlicherweise harmoniert Noonan mit jeder seiner Partnerinnen in solch fast zärtlicher Vertrautheit, als wäre er mit jeder einzelnen liiert. Die Songs selber durchweht eine bittersüße Sehnsucht: Noonan und seine Freundinnen singen in poetischen Versen vom verlorenen Glück, von vereinsamten Damen, depressiven Delfinen und überraschend schmeckenden Frauenlippen. Schlicht und erhaben!
Printer Clips
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Carper Family "Old - Fashioned Gal"
Drei Texanerinnen swingen uns in den Western-Himmel
Old - Fashioned Gal
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Wir vermuten mal, dass sich Melissa Carper ihren Namen nicht ausgesucht hat. Dass die texanische Kontrabassistin und Sängerin ihr Trio, bei dem wir aufgrund der Nachnamen auf keine Blutsverwandtschaft schließen, phonetisch ganz in die Nähe der legendären Carter Family stellt, dürfte trotzdem kein Zufall sein. Denn musikalisch bewegen sich Carper, Beth Chrisman (Fiddle und Gesang) und Jenn Miori (Gitarre und Gesang) auf dem selben Pfad, den die ersten Superstars der Country-Music (neben Jimmy Rodgers) in den 1920er bis 1940er Jahren geebnet hatten: Akustischer Bluegrass, Country, Folk und Western-Swing, mit unfehlbarem, lockerem Timing gespielt und mit betörender Dreistimmigkeit gesungen. Einige ausgesuchte Gastmusiker/innen steuern hier und da etwas Mandoline, Banjo, Besenschlagzeug oder Steel Guitar bei, doch immer bleibt der Sound locker, flockig und leicht. Ihre Songs klingen so stimmig, formschön und abwechslungsreich, dass man kaum glauben mag, dass dies keine Klassiker, sondern zum großen Teil Eigenkompositionen sind. Ein paar Coverversionen wie Floyd Tillmans "I Gotta Have My Baby Back” oder Neil Youngs "Comes A Time” fügen sich bestens ins Bild, ohne die Originale auch nur im Geringsten abzuwerten. Fazit: Eine außergewöhnlich schöne Country-Platte, auch für Menschen die glauben, keinen Country zu mögen. Old fashioned? Aber hallo!
Lone "Reality Testing"
Hüpfende Sommernachts-Elektronik mit Sternschnuppengarantie
Acht Jahre nach seinem Debüt schwingt Matt Cutler unter seinem Pseudonym Lone den Elektrozauberstab und mixt uns einen fruchtigen Cocktail aus luftigen Synthieflächen und beschwingten Beats. Das fünfte Album des Engländers ist befreit von der allzu nervösen Zappeligkeit seiner Vorgänger und wirkt eher wie ein relativ entspannter Soundtrack für den Sonnenuntergang und die sich darum herum gesellenden Stunden. Die ganze CD durchzieht eine warme (spät)nachmittägliche Stimmung, die Bilder vom Baden im See wachrufen kann, oder wie tanzende Mücken in den letzten Sonnenstrahlen klingt. So vermag "Reality Testing” durch eine schicke Mischung getragener Sounds, angenehm leichter Melodien und bewegender Rhythmik, die vom housigen Tempo bis zum Kopfnicken reicht, zu überzeugen. Dabei wirkt das Album nie zusammengewürfelt oder durcheinander; Lone achtet vielmehr darauf, dass eine gewisse musikalische Abwechslung diese chillig positive lange Weile eines drömeligen Nachmittags nicht zu Schläfrigkeit führt, sondern geradewegs in die Lust sich tanzend zu bewegen. Optimal wäre es also, wenn nach diesem erfrischenden Bad im See also noch ein DJ am Strand auflegen würde ... am besten Lone!
Reality Testing
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Bongartz. Musik in allen Formaten
Hauptstr. 56
91054 Erlangen
Tel: 09131 9080520



USt. ID: DE 261717343

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