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Freitag ist Musiktag
(Ausgabe 2014/16)
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Liebe Musikfreunde,

Als allererstes an dieser Stelle natürlich vielen Dank an Spark und an alle von euch, die gestern einen normalen Aprilmittwoch bei Bongartz zu einem Pre-Record-Store-Day und einem ganz und gar besonderen Tag im Plattenladen machten. Danke, danke, danke.
Und der nächste, spezielle Plattenladentag steht schon bevor. Weil er aber tatsächlich weltweit gefeiert wird heißt er Record Store Day, findet dieses Jahr zum siebten mal statt und protzt mit vielen, vielen exklusiven Veröffentlichungen, die es nur im Plattenladen (also bei uns) und nicht im Versandhandel, in der Drogerie und auch nicht im Elektroladen gibt. Wir freuen uns auf euren Besuch und auch wenn für uns ja jeden Tag Plattenladentag ist, wünschen wir uns, dass ihr den Record Store Day am 19.4.2014 zu einem Besonderen macht.
Abschließen könnt ihr diesen musikalischen Ostersamstag mit Toddes Radiosendung auf : Moormann präsentiert Headz - elektronisches für die Ohren zum Genießen, danach ist dann endlich Ostern ;-)
beste Grüße und ein musikalisches Wochenende
Peter Bongartz mit Todde Jarks & Peter "Point" Gruner
Liz Green "Haul Away!"
Die Königin des Grammophon-Folk verdreht uns erneut den Kopf
Bezeichnenderweise stellte ich mir Liz Green, als ich erstmals ihr "O Devotion!”-Album hörte, als elegante Afroamerikanerin im altmodischen Blümchenkleid vor. Dass sich die Sängerin und Songschreiberin inzwischen als rothaarige Engländerin mit Topfdeckel-Frisur entpuppt hat, macht ihre Musik natürlich keinen Deut weniger fantastisch. Mit der von uns ebenfalls sehr geschätzten Josefine Foster hat die Queen of Grammophon-Folk mittlerweile eine ernstzunehmende Konkurrentin bekommen, aber Sorgen machen muss sich Miss Green deswegen nicht: Ihr zweites Album "Haul Away!” weist sie erneut als souveräne Herrscherin über ihre eigene, aus der Zeit gefallene Parallelwelt aus. Vorkriegs-Jazz, Blues und amerikansicher Folk bilden wie schon beim Debut den stilistischen Rahmen für Liz Greens berückende Songs, die seltsamerweise genauso erdig wie weltentrückt klingen - wie ein Echo aus einer lang vergangenen Zeit, dem sie eine höchst vitale, unmittelbare Körperlichkeit verleiht. Im Zentrum dieser mit Banjo, akustischer Gitarre, Piano oder windschiefen Bläsern luftig ausstaffierten Lieder steht ihre würdevoll-gefasste, stets etwas melancholische Altstimme, die aller Fülle und Wärme zum Trotz stets so klingt, als würde sie aus einem alten Schalltrichter erklingen. Miss Greens Poesie ist voll von Wölfen, unergründlich tiefen Flüssen, maskierten Fremden und Winden, die einen glatt hinfort wehen können. Genauso wie dieser zauberhafte Geisterblues - überirdisch schön!
Haul Away!
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Orquestra Imperial "Fazendo As Pazes Com O Swing"
Mit dieser Platte ist Brasilien musikalisch schon Weltmeister!
Fazendo As Pazes Com O Swing
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Langsam, ganz langsam nehmen sogar wir Kurs auf die Fußball-WM 2014 in Brasilien - jedenfalls in Sachen Musik! Es ist zwar noch ein wenig hin, aber mit dem Orquestra Imperial können wir uns jetzt schon auf einen heißen Sommer eingrooven. Die unglaubliche Mischung, die uns hier die Band um Caetano Velosos Sohn Moreno aus Brasiliens heimlicher Hauptstadt Rio de Janeiro sendet, ist eine akustische Einladung zu einer großen, friedlichen Feier. Dabei ist der Titel Programm: "Fazendo As Pazes Com O Swing” was soviel bedeutet wie: Frieden schaffen mit Swing. Recht so! Und die Platte swingt - und zwar mächtig. Begleitet von waschechtem Big Band Sound und immer wieder durchkreuzt von allerlei anderen Instrumenten, wie verzerrter E-Gitarre oder sogar einer Sitar, stellt uns das Orquestra Imperial eine Spielart vor, die ich so auch noch nicht wirklich gehört habe. Hier kommt Alles zusammen, was große Musik ausmacht: schöne Songs, exzellente MusikerInnen, tolle Arrangements, reichlich in Beine und Hüfte gehenden Rhythmen und eben diese Spur von abwechslungsreicher Einzigartigkeit. Die Musik auf dieser zweiten Platte der Band, ist somit glücklicherweise weit davon entfernt zu langweilen. Auch der Nerv-Faktor tendiert gegen Null. Man wird also nicht mit Dauersamba oder Brachialbossa maltretiert, sondern von einer ausgewogenen Mischung empfangen. Meist schwungvoll und tanzbar, mal sanft umarmend kann man das Orquestra Imperial gleich mehrmals genießen - Paz!
Robert Cray Band "In My Soul"
Der Großmeister des zeitgenössischen Soul-Blues in Bestform
Was erwartet man von einem neuen Robert-Cray-Album? Ganz bestimmt keine Experimente mit elektronischen Soundscapes oder galizischen Dudelsackspielern. Nein, Crays Koordinaten sind zwischen Chicago-Blues und Memphis-Soul klar abgesteckt, lediglich Sound und Produktionsweise unterlagen während der vergangenen dreieinhalb Dekaden seiner Plattenkarriere den Moden und sich wandelnden Hörgewohnheiten. Man kann freilich darüber streiten, aber für mich ist immer noch "Bad Influence”, des Gitarristen zweites Album von 1982, der Maßstab für alle nachfolgenden 15 Werke. Um es kurz zu machen: Auch "In my Soul” reicht, was die emotionale Intensität betrifft, nicht ganz an den Klassiker heran - ist aber verdammt nah dran. Während der selbstverfasste Opener "You Move Me” noch recht beliebig klingt, läuft Cray bei Otis Reddings "Nobody’s Fault But Mine” gerade auch als Sänger zu ganz großer Form auf: Man vergisst über seinem noch immer unfassbar ökonomisch-schlanken, hochemotionalem Gitarrenspiel gerne, was für ein fantastischer Soulsänger Robert Cray ist, was besonders gut bei den herzzerreißenden Trennungsballaden zu hören ist: Knietiefer Southern-Soul mit scharfer Blues-Kante, wie man ihn trotz der Schwemme an neuen Soul-Wundern nicht allzuoft zu hören bekommt. Die Band um seinen ewig-treuen Buddy und Bassisten Richard Cousins spielt mit traumwandlerischer Sicherheit, ohne auch nur einen Ton zu vergeuden. Absolutes Highlight: Der Titelsong, in dem die Bläser eine traurige Fanfare wiederholen, der Drummer einen dunklen Begräbnismarsch trommelt und Crays Gitarre den Blues so erschütternd intensiv singt, als wäre dies das letzte Lied auf Erden. Deprimierend? Nein, gar nicht: Reinigender Exorzismus!
In My Soul
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Christiane Karg / Richard Strauss "Heimliche Aufforderung"
Eine Gratulation zum 150. von Richard Strauss und eine Liebeserklärung an die Liebe selbst
Heimliche Aufforderung
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Christiane Karg erzählt Richard Strauss' kleine Lied-Geschichten so zwingend, dass einem mal der Atem stockt, mal das Herz rast. Die Sängerin schlägt einen dramaturgisch ausgeklügelten Bogen von aufkeimenden Gefühlen, Tändeleien und Leidenschaften über quälende Verstrickungen und Liebeswahn bis hin zur Trennung und zur Liebe über den Tod hinaus. Das Programm ist also eine herzergreifende Hommage an das größte aller Gefühle, das neben einer Rarität wie dem Frühwerk "Alphorn" des 14-jährigen Komponisten mit vielen bekannten Liedern wie "Zueignung" oder "Morgen" überzeugt. Und wie sehr überzeugt die Sängerin aus dem mittelfränkischen Feuchtwangen? Sie singt exzellent und zaubert allein aus der genauen Artikulation der Worte Stimmungen, sie beherrscht definitiv alle Strauss-Farben. Mal gibt sie die Keck-Naive, mal klingt sie entrückt, dann wieder hüllt sie ihre Silberstimme in düsteren Trauerflor. Dazu lässt ihr herausragender Liedpianist Malcolm Martineau Strauss' Klavierpart glitzern, perlen und berauschen. "Heimliche Aufforderung" ist ein frisches, facettenreiches Frühlingsalbum mit gleichzeitig viel Liebe zum Detail und zur Musik.
Gabby Young & Other Animals "One Foot In Front Of The Other"
Die exzentrische Britin öffnet eine knallbunte Retro-Pop-Tüte
Als "Großbritanniens neue Großmacht unter den Pop-Exzentrikern” wird die Sängerin Gabby Young im Presseinfo beschrieben. Doch bevor man das als handelübliches Geprotze abtut, muss man mal ganz nüchtern feststellen, dass das, was die Dame musikalisch so treibt, tatsächlich genauso ungewöhnlich wie gut ist: Gleich der mit opernhafter Grandezza gesungene Schunkelwalzer zu Beginn ihres zweiten Albums sorgt für gespitzte Ohren und man fühlt sich leicht an die Grammophon-Seligkeit von Kolleginnen wie Josephine Foster oder Liz Green erinnert. Doch schon im nächsten Song "Time” klingt sie, als würde Parov Stelar ein Cumbia-Orchester dirigieren. Und dann folgt auf diese furiose Tanz-Sause eine tief berührende Ballade mit berückender Melodie und einer Stimme, die mit einer Leichtigkeit über die Oktaven springt, als würde sie mal eben über eine kleine Pfütze hüpfen. Was geht?? Mehr als die Polizei erlaubt: Die Gabby serviert ein quietschbuntes Potpourri aus Polka und Swing, Jazz und Pop, Kunstlied und Dramolett, üppig instrumentiert und gemacht für die ganz große Bühne. Die im Artwork ausgestellte turmhohe Kopfbedeckung und das lustige, offensichtlich aus Modezeitschriften zusammengenähte Bonbon-Kleid illustriert diese herrlich unbescheidene "Mehr ist Mehr”-Einstellung auf amüsanteste. Was haben wir also hier? Lady Gaga mit musikalischem Anspruch? Vielleicht. Auf jeden Fall aber jede Menge tierischen Spaß.
One Foot In Front Of The Other
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Bongartz. Musik in allen Formaten
Hauptstr. 56
91054 Erlangen
Tel: 09131 9080520



USt. ID: DE 261717343

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