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Freitag ist Musiktag
(Ausgabe 2014/47)
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Liebe Musikfreunde,

für uns ist jetzt die Zeit zwischen der Plattenladenwoche und der Adventszeit, die dieses Jahr ja mit dem und der Erlanger Sternennacht startet. Eine Zeit voller Musik und Vorbereitungen, des sich Verkriechens und Genießens... ihr findet ich übertreibe? Nun, probiert doch das was ihr gerade tut, mal mit Musik. Ihr werdet sehen: es wird noch schöner.. in diesem Sinne hurtig zu unseren dieswöchigen Empfehlungen

beste Grüße und ein musikalisches Wochenende
Peter Bongartz mit Todde Jarks & Peter "Point" Gruner
Various "Round Nina - A Tribute To Nina Simone"
Fresh as never: Ein ungewöhnlich großartiges Tribut-Album für Nina Simone
So ein Tribut-Album kann ja gerne mal etwas zäh und gewollt wirken. Auch mag es Menschen geben, die bei den GastsängerInnen abwinken und sagen "kenn ich schon alle”. Ok, all jenen sei versprochen, dass sie hier etwas verpassen! Dieses Album für die unglaubliche Nina Simone ist anders und es ist genial! Ja, viele Namen auf dieser CD sind momentan omnipräsent. Gregory Porter, Melody Gardot oder Youn Sun Nah sind natürlich Stimmen, die auf keiner Jazz-Platte dieser Färbung fehlen sollten - tun sie auch nicht. Dass aber außerdem z.B. Hindi Zahra, Sophie Hunger oder Keziah Jones ihren Part beitragen, ist eher ungewöhnlich. Außerdem interpretiert der gute Keziah "Sinnerman” erstaunlich "nina-esk” und lässt den Song in eine Power-Gospel-Version münden - Wahnsinn! Ebenso frisch kommt bereits der Opener "Baltimore” (von Randy Newman) daher. Beeindruckend gesungen von Lianne La Havas, zeigt auch die französische Begleit-Band fast nebenbei, dass sie es versteht, Ninas SoulJazz-Songs etwas so aktuelles bei zu mischen, dass jenes "kenn’ ich schon”-Argument gleich wieder nach hause gehen kann. Das Label Verve hat also seinen Namen ernst genommen und mit absoluter Hingabe und beschwingter Lockerheit ein Meisterwerk veröffentlicht.
Round Nina - A Tribute To Nina Simone
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J. Mascis "Tied To A Star"
Ein Dino allein - der Gitarrosaurier des Indie ohne Steinzeitstaub
Tied To A Star
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Wer einmal bewusst ein Gitarrensolo von J. Mascis gehört hat, vergisst diesen Sound wahrscheinlich so schnell nicht mehr - schon gar nicht, wenn es gefallen hat! Dieser leicht sägend schneidende und dennoch irgendwie gnubbelige Klang ist einzigartig. Aber auch einfach feine akustische Riffs sind ihm überhaupt nicht fremd. Nachzuhören gibts es all dieses auf seinem aktuellen Album "Tied To A Star”, welches er ohne seine eigentliche Ur-Grunge-Combo Dinosaur Jr. eingespielt hat und das eines der wundervollsten Indie-Alben dieses Jahres ist; nicht nur wegen der tollen Songs, die er mit seiner (ebenso markanten) Stimme in lächelnder und cool wirkender Melancholie intoniert - auch das Artwork überzeugt komplett, besonders in der Vinyl-Ausgabe, der das Cover als großer Druck beigelegt ist ... vier Mal so groß wie das LP-Format! Ein überwältigend wimmelndes Bild mit freundlich verpeilten und ziemlich liebevoll fantastischen Wesen aus der Sicht des Künstlers Marq Spusta. Es braucht schon mindestens die ganze Platte, um alle irgendwie gearteten kleinen und großen Lebensarten zu entdecken - und mit kindlicher Freude stellt man fest, dass sich immer wieder irgendwo noch so ein Purzel versteckt - einfach drollig. Und dazu diese Musik hören ... das ist eines dieser Gesamterlebnisse, die Platten hören so unendlich schön machen können - vielen Dank J. Mascis!
Lena Dobler "Setagaya"
Poetischer Indiepop zwischen Lebensfreude und bissigem Spott
Bis vor kurzem firmierte Lena Dobler noch unter dem sperrigen Pseudonym "interference.here.de”. Nachdem sich das vermeintliche Alleinstellungsmerkmal immer mehr als erklärungsbedürftiger Stolperstein darstellte und sich die elektronischen "Störgeräusche” (interference auf deutsch) aus ihrer Musik weitgehend verabschiedet haben, präsentiert sich die junge, in Fürth groß gewordene Songschreiberin nun unter ihrem eigentlichen Namen - und auch sonst hinterlässt "Setagaya” den Eindruck einer selbstbewussten, wachen, empfindsamen Persönlichkeit, die mit sich selbst im Reinen ist. Benannt nach einem Stadtteil von Tokio ist das Album hörbar von einem mehrwöchigen Auslandspraktikum in Japan inspiriert: Im Titelsong besingt sie das ihr neue Umfeld mit einer liebevollen Detailgenauigkeit, die ein wenig an Paul McCartneys Hommage an seine "Penny Lane” erinnert: "Frauen mit riesengroßen Hüten und Stulpen an den Armen bei 33 Grad führen ihre plüschigen Minihunde aus/Mütterchen kehren den Weg vor dem Haus und jäten Unkraut im handtuchgroßen Garten...” Hitverdächtig auch der überschwengliche Pop von "Himmel” mit den schwerelosen Zeilen "Ich will mich in den Himmel fallen lassen/ Er sieht nett aus und herzlich wie ein guter Freund”. Außerdem überrascht die Weitgereiste mit zwei zarten Balladen in japanischer Sprache. Lena Doblers eingängiger Indiepop besticht durch große Melodien und feinsinnige Texte, die auf vollkommen unverkrampfte Art und Weise unbekümmerte Lebensfreude mit der gleichen poetischen Kraft transportieren wie den Spott, die Bissigkeit und die Frustration, für die man sie kennt und schätzt - mittlerweile längst nicht nur mehr in der fränkischen Popszene. Geholfen haben ihr bei den Aufnahmen Musiker der Nürnberger Bands The Robocop Kraus und The Green Apple Sea. Dieser Tage wird die bereits mit einigen Ehrungen dekorierte Lena Dobler mit dem Kulturpreis der Stadt Fürth geehrt - verständlich, wenn man dieses Album gehört hat.
Setagaya
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Abelardo Barroso "Cha Cha Cha"
Wunderbare Tanzmusik aus dem alten Kuba
Cha Cha Cha
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"Ein Optimist ist jemand, der findet, dass einen Schritt zurück zu gehen, nachdem man einen Schritt nach vorne gemacht hat, keinesfalls ein Disaster ist. Es ist ein Cha Cha.” Das steht passenderweise in der aktuellen "Flow" einer der Zeitschriften, die wir hier im Laden anbieten. Tatsächlich führt der so optimistische Cha Cha Cha in der Popmusik ein schmäliches Schattendasein. Außer Sam Cookes "Everbody loves to Cha Cha Cha” und Chuck Berrys "Too pooped to pop” fällt mir spontan überhaupt kein Popsong ein, auf den sich ohne weiteres die elegante (und gar nicht so schwere) Schrittfolge tanzen ließe. Und hey - genannte Beispiele sind über 50 Jahre alt! Sogar noch älter - nämlich aus den 1950er Jahren - sind die hier vorliegenden Aufnahmen von Abelardo Barroso und seinem Orchester, welches den schönen und ganz und gar unbescheidenen Namen "Sencacion” trägt. Sensationell ist diese Musik allemal, repräsentiert sie doch "The golden age of cuban music”: Musik, so anschmiegsam wie ein paar edle Tanzschuhe, so leidenschaftlich wie ein entflammter Liebhaber, so duftig-aromatisch wie eine gute kubanische Zigarre! Die Perkussion pulsiert im lockeren Rhythmus einer tropischen Sommernacht, der Kontrabass wiegt sich aufreizend in den Hüften, eine Flöte zwitschert lieblich, Streicher seufzen lustvoll, Bläser schmettern und Senor Barroso singt mit Glut in der Kehle und Schmalz im Blick davon, was Amor einem armen Corazon alles antun kann. Und die Füße fangen von selbst an, zwei Schritt vor, einen zurück: "Eins, zwei, Chachacha...”
Alexia Coley "Keep The Faith"
Frischer Retro-Soul aus England
Passend zu unserer aktuellen Motown-Ausstellung präsentieren wir Euch hiermit eine Lady, welche mit Sicherheit einige LPs und Singles des legendären Detroiter Soul-Labels im Schrank stehen hat. Stilistisch pendelt die Londonerin Alexia Coley auf ihrem Debüt zwischen dem flotten Ohrwurm-Soul von Diana Ross & The Supremes und der erdigeren Variante, welche Memphis-Soul-Künstlerinnen wie Irma Thomas oder Ann Peebles in den 1960er Jahren populär machten - im atemlosen "Mr. Shady” macht sie zudem einen stilsicheren Ausflug in Surf-Gefilde und mancher Track würde sich auch gut im Soundtrack eines James-Bond-Streifens machen. Wirklich nichts Neues also, aber eine willkommene Bereicherung des aktuellen Retro-Soul-Trends von einer präsenten, stimmgewaltigen Sängerin und einer Band, die in Sound, Groove und Feeling den alten Meistern in nichts nachsteht.
Keep The Faith
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Bongartz. Musik in allen Formaten
Hauptstr. 56
91054 Erlangen
Tel: 09131 9080520



USt. ID: DE 261717343

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