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J.S. Ondara - "Tales Of America"

Eine der schönsten und ungewöhnlichsten Stimmen der letzten Jahre

 

 

Amerikanische Geschichten gibt es zuhauf. Kein anderes Land hat seine Mythen, Träume und Albträume so effizient in der Welt verstreut wie die USA mit ihren Filmen, Songs und Büchern. Und nun kommt auch noch dieser junge Kenianer daher und erzählt uns seine amerikanische Geschichte. Und liefert uns - das lässt sich jetzt schon sagen - eines der ganz große Debütalben dieses Jahres. Der in Nairobi geborene Singer-Songwriter J.S. Ondara kam erst vor wenigen Jahren in die Vereinigten Staaten, heute lebt er in Minneapolis. Als erstes fällt seine ungewöhnlich klare, hohe Stimme auf, die mit schwereloser Grazie über seinem filigranen Gitarrenspiel schwebt. Zu sparsamen Band-Arrangements, oft auch nur zur akustischen Gitarre, singt Ondara seine von Folk, Gospel und klassischem anglo-amerikanischen Songwriting geprägten Songs, die mit ihren weiten Melodiebögen und der genauso ruhigen wie kräftigen Stimme oft an die unaufgeregte Dringlichkeit von Tracy Chapman erinnern. Allerdings ist Ondaras Lyrik weniger direkt, sondern eher assoziativ: geplatzte Träume, verlorene Unschuld, gebrochene Träume und der nackte Wahnsinn - die Inhalte seiner Songs offenbaren sich eher übers Gefühl, als über stringente Geschichten. Was aber viel wichtiger ist: J.S. Ondara singt sich mit nackter Aufrichtigkeit und rührt ohne Umschweife direkt am Wesentlichen. Dass er sich darüber hinaus auch noch gut zu kleiden weiß, ist bei der ziemlich sicher anstehenden steilen Karriere sicher nicht von Nachteil. Ganz großes Talent!

 

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