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CD der Woche
CD, LP 
Leonard Cohen "Popular Problems"
Der große Dichter verzaubert uns mit seinen Lieblings-Problemen
Leonard Cohen putzt seine Schuhe. Auf jeder Seite des Booklets, neben jedem Songtext, sieht man den alten Herrn auf dem Teppich sitzen und seine schwarzen Slipper wienern. Er bürstet und poliert das ganze Album hindurch. Was sagt uns das? Erstens: Der Mann mags gern etwas bedächtig und zwar nicht nur aufgrund seines Alters, wie er uns in "Slow”, dem ersten Song des Albums, glaubhaft versichert. Zweitens: Der gute Leonard verliert seinen knochentrockenen Humor nicht. Vermutlich wird er diese Welt mit einem geistreichen Witz auf den Lippen verlassen, aber noch ist es ja nicht soweit. Man kann "Popular Problems” getrost als Fortsetzung des 2012er Vorgängers "Old Ideas” verstehen (lässt sich irgendwer auf diesem Planeten köstlichere Albumtitel einfallen?): spartanisch arrangierte Songs, allein getragen von Cohens Grummelstimme und diesen herrlichen, doppelbödigen Texten, nur untermalt von einem langsamen Beat, ein bisschen Keyboard, einem angedeuteten Bass und - logisch, bei dem ewigen Womanizer - seelenwärmenden Damenchören. Die Tempi sind meist langsam, die Stimmung gedämpft, man braucht Zeit und Ruhe für diese Songs, die Cohen weitgehend mit Keyboarder Patrick Leonard komponiert hat. Doch obwohl auch auf dieser Platte kein neuer Ohrwurm, kein neues "Hallelujah”, kein "So long Marianne” zu finden ist, so hinterlässt einen das Werk doch hochbefriedigt: Das sarkastisch-philosophische "Almost like the Blues”, das freundliche, mit der lyrischen Einfachheit eines japanischen Haikus gedichtete "My Oh My”, der unheimlich pochende Frontbericht "Nevermind” oder das wunderbar gospelnde "Born in Chains”, all das ist Leonard Cohen in Glanzform. Das von einer tröstlichen Geige umgarnte "You Got Me Singing” beschließt das Album: "You got me singing/ even though the world is gone/ You got me thinking/ I’d like to carry on.”

PS: Die CD ist natürlich schon bei uns im Haus, aber das Vinyl erscheint leider erst am 3.10.14
   
Veranstaltungen
10.10.2014  - 16:30 Uhr  - Bongartz - Musik in allen Formaten  - David Orlowsky Trio - Plattenladenkonzert und CD-Präsentation
Mit heißer Nadel gestrickt und trotzdem oder auch vielleicht genau deshalb ganz und gar wunderbar: Am 10. Oktober 2014 haben wir das David Orlowsky Trio bei Bongartz zu Gast. Abends spielen die drei Herren ein komplettes Konzert in der Markuskirche (Karten gibt es übrigens bei uns) und wir freuen uns sehr, dass sie vorher zu einer musikalischen Stippvisite bei uns vorbeischauen.
"Nach diesem Konzert kam man sich vor, als sei man aus einem herrlichen Traum erwacht und hatte Musik erlebt, wie sie einem noch nie in dieser Erhabenheit und Perfektion zu Ohren gekommen ist." schrieb die Augsburger Allgemeine, die Süddeutsche Zeitung bezeichnet ihn schlicht als "Meister der Klezmermusik".
Das David Orlowsky Trio ist mit ihrem ganz neuen Album "Klezmer Kings" unterwegs und bietet uns eine Hommage an die alten Klezmorim.
Ihr wisst ja, ein Plattenladenkonzert bei Bongartz – Musik in allen Formaten ist die vielleicht schönste, intimste und charmanteste Art von Musik. Beginn ist 16:30 Uhr, der Eintritt ist frei und gerade deshalb ist es klug zeitig zu kommen.  
15.10.2014  - 21:00 Uhr  - E-Werk  - Die Sterne
Bongartz - Musik in allen Formaten präsentiert euch Die Sterne zusammen mit Radio Z

"Am 29.08.2014 erscheint das 10. Studioalbum von DIE STERNE!

Die Produktion mit ihrem Produzenten O.L.A.F. Opal in Bremen und Hamburg ist so gut wie abgeschlossen.

Nach dem Disco-Album 24/7 wird das neue Album mit dem Titel "Flucht in die Flucht" ein Psychedelic Pop-Album sein, heißt es aus dem Pressebüro ihrer Berliner Plattenfirma staatsakt. " (E-Werk) 
23.10.2014  - 21:00 Uhr  - E-Werk  - Youngblood Brass Band
präsentiert von Bongartz - Musik in allen Formaten

Seit über einem Jahrzehnt entzieht sich die zehnköpfige Brass-Truppe jeglicher Kategorisierung und verbindet traditionellen New-Orleans-Sound mit allen nur vorstellbaren Spielarten afroamerikanischer Musik. Rap, Funk oder Soul! Die Einflüsse sind verschieden – immer gleich sind jedoch die fetten Basslines, welche den Sound der Band so unverwechselbar machen. HipHop-Legenden wie Questlove (The Roots) oder Talib Kweli zeigen sich beeindruckt – letzterer schenkte der Band sogar die Hit-Single "Y’all Stay Up".

Was auf Platte schon fett klingt, entfaltet live erst seine eigentliche Wirkung.
Youngblood Brass Band live, das ist mehr als nur ein Konzert. Das ist echt ein Erlebnis !  
News
22.06.2012  - Folge uns auf Facebook
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