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Jay Jay Johanson - "Kings Cross"

Aufruhr und Traurigkeit. Aufbruch und kalter Kaffee im Laternenlicht

 

 

Das wunderbare neue Jay Jay Johanson Album braucht eine neue Form von Empfehlung:
Es ist düster und die Straße wird nur noch von einzelnen Laternen angestrahlt, die wild im Wind tanzen. Der Regen schlägt gegen das Auto und hüllt das Innere in ein Echo aus Hämmerschlägen. Wir sitzen jetzt schon seit mehr als 30 Minuten nebeneinander ohne, dass jemand ein Wort sagt. Es ist klamm und die Scheiben fangen langsam an von unten zu beschlagen. Sie zeichnet kleine Striche in die Ecke. Durch den Spalt meines Fensters sprenkelt der Regen hinein, der Rauch meiner Zigarette hinaus. Es ist kalt und meine Hände zittern. Als ich Luft hole und den Kopf zu ihr drehe wendet sie ihren ab. Ich halte die Luft an und mein Blick verweilt auf den Häärchen ihrer Wangen. Es muss gleich Mitternacht sein, der letzte Zug fährt gerade ab und bringt den Kaffee im Becher zum schwingen. Als ich meinen Kopf wieder zum Fenster wende entdecke ich einen Mann, eingepackt in einen langen Mantel den Kragen gegen sein Gesicht aufrichtet um sich vor den Wellen des Wetters zu schützen. Sie umschließt meine kalte Hand und ich atme wieder aus. Ich höre auf zu zittern.

 

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